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Usain Bolt – wer denn sonst?

Der jamaikanische Sprint-Star sicherte sich über die 200 Meter an den Weltmeisterschaften in Moskau seinen insgesamt siebenten WM-Titel.

Die berühmte Pose: Usain Bolt holt sich über die 200 Meter locker den WM-Titel.
Die berühmte Pose: Usain Bolt holt sich über die 200 Meter locker den WM-Titel.
Keystone

Der dritte WM-Titel in Serie über die halbe Bahnrunde war für Usain Bolt nur Formsache. Mit 19,66 Sekunden verbesserte der sechsfache Olympiasieger, der am 21. August 27 Jahre alt wird, seine Jahresweltbestleistung um sieben Hundertstel. Am Sonntag besitzt er mit der jamaikanischen 4x100-m-Staffel die Chance, was die Anzahl WM-Goldmedaillen betrifft, zu den Rekordhaltern Allyson Felix (USA), Carl Lewis (USA) und Michael Johnson (USA) aufzuschliessen. Es müsste viel passieren, damit dies nicht der Fall ist.

Dass Bolt gewinnen würde, war bereits nach dem Ende der Kurve klar, dermassen deutlich lag er in Führung. Zweiter wurde Landsmann Warren Weir (19,79), der gegen Ende des Rennens noch mächtig aufkam und eine persönliche Bestzeit aufstellte. Bronze ging an den Amerikaner Curtis Mitchell (20,04), der erstmals überhaupt an Weltmeisterschaften teilnahm.

Im Hürdensprint der Frauen wurde Brianna Rollins ihrer Favoritenrolle gerecht. Damit machte sich derneue Leichtathletik-Stern aus den USA einen Tag vor ihrem 22. Geburtstag gleich selber das grösste Geschenk. Die Jahresbeste, die bei den nationalen Trials in Des Moines mit 12,26 Sekunden die drittbeste je erzielte Zeit über 100 m Hürden realisiert hatte, setzte sich trotz eines schlechten Starts in 12,44 vor der australischen Olympiasiegerin Sally Pearson (12,50) durch. Damit gewann Rollins bei ihrem ersten internationalen Grossanlass gleich den Titel. Pearson, die Weltmeisterin von 2011, war nach einer Oberschenkelverletzung nicht in absoluter Topform angetreten. Bronze sicherte sich die Britin Tiffany Porter (12,55).

Staffel-Knüller bei den Frauen

Im 4x400-m-Staffelrennen der Frauen lieferten sich die USA und Russland ein packendes Duell, das der Gastgeber, angetrieben vom Publikum, in der Jahresweltbestzeit von 3:20,19 Minuten um 22 Hundertstel für sich entschied. Es war der vierte WM-Titel für die Russinnen (inklusive Sowjetunion) in dieser Disziplin.

Auch im Hochsprung der Frauen gab es für die Mehrheit der Zuschauer Grund zum Jubeln. Allerdings gewann nicht die Olympiasiegerin und Weltmeisterin von 2011, Anna Tschitscherowa, die ex aequo mit der Spanierin Ruth Beitia (je 1,97) Dritte wurde, sondern Swetlana Schkolina. Die Olympia-Dritte überquerte 2,03 m und verbesserte damit ihre Saisonbestleistung um fünf Zentimeter. Brigetta Barrett, mit 2,04 m die Nummer 1 in diesem Jahr, klassierte sich mit 2,00 m im 2. Rang.

Starke Läuferinnen aus Äthiopien

Nach Tirunesh Dibaba über 10'000 m siegte über die halbe Distanz mit Meseret Defar auch die zweite äthiopische Top-Langstreckenläuferin. Die 29-Jährige liess der Kenianerin Mercy Cherone und Landsfrau Almaz Ayana auf den letzten gut 200 m keine Chance. Damit holte Defar nach den Olympiasiegen 2004 und 2012 auch zum zweiten Mal nach 2007 den WM-Titel. Die Kenianerin Vivian Cheruiyot, die vor zwei Jahren in Daegu sowohl über 5000 als auch über 10'000 m triumphiert hatte, fehlte in Moskau, weil sie ihr erstes Kind erwartet.

Im Speerwurf der Männer hätte beinahe der Kenianer Julius Yego (85,40) den Sprung aufs Podest geschafft. Der Afrikaner wurde allerdings im letzten Durchgang vom russischen Jahresbesten Dimitri Tarabin (86,23) noch vom 3. Platz verdrängt. Der tschechische Europameister Vitezslav Vesely (87,17) bestieg als Sieger auch erstmals das WM-Podest; er verwies den Finnen Tero Pitkämäki um zehn Zentimeter auf Rang 2.

si

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