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Teilnehmer-, aber keinen Streckenrekord

Unter optimalen Bedingungen und bei der höchsten Beteiligung gewann Marc Hirschi aus Ittigen das einzige nationale Einzelzeitfahren in Thun.

Marc Hirschi aus Ittigen gewann das Zeitfahren in Amsoldingen.
Marc Hirschi aus Ittigen gewann das Zeitfahren in Amsoldingen.
Daniel Teuscher

Der noch nicht 20-jährige Marc Hirschi hat bei seinem dritten Start am Thuner Zeitfahren gewonnen. Den zweimal zu fahrenden, knapp 15 km langen Parcours über Höfen, Blumenstein und Thierachern zurück nach Amsoldingen kannte er von zwei Teilnahmen als Anfänger in den Jahren 2013 (6. Rang) und 2014 als Sieger.

Der Erfolg des international erfolgreichen Hirschi war demnach alles andere als eine Überraschung. Mit 26 Sekunden Vorsprung auf den Zürcher Matthias Reutimann und 31 auf Jan-André Freuler hat Hirschi seine Konkurrenten zwar nicht deklassiert, aber das höchste Preisgeld mit klarem Vorsprung abgeholt. Dieses ist mit 350 Franken allerdings an Schweizer Rennen ein bescheidenes Entgelt, wenn die Distanz mit einem Tempo von über 47 Stundenkilometern zurückgelegt wird.

Für Hirschi stand die pekuniäre Entschädigung jedoch nicht im Vordergrund: «Es war ein optimaler Test bei guten Wetterbedingungen, denn ich habe mit dem neuen Material erst ein Zeitfahren in Belgien bestritten, und dies über eine kürzere Distanz als in Thun.

Trotz teilweise Gegenwind kam ich auf dem coupierten Parcours gut zurecht. Aber die Steigung zum höchsten Punkt in Oberstocken und auf der zweiten Runde die Distanz machten mir schon zu schaffen.» Den 2013 vom Münsinger Marcel Wyss aufgestellte Streckenrekord verpasste Hirschi um eineinhalb Minuten.

Bemerkenswert war der 4. Rang von Gabriel Chavanne aus Wichtrach. Der frühere Trainingskollege von Hirschi hatte vor zwei Jahren das letzte Eliterennen bestritten und löste nun eine Tageslizenz. Offenbar hat er nichts verlernt, wie sein Ergebnis mit weniger als einer Minute Rückstand auf den Gewinner zeigt.

Starke Oberländer Leistungen

Nicht nur Hirschi und Chavanne, auch Fahrer in den Kategorien Amateure und Masters trugen zu den Erfolgen der Berner bei. Die älteren Teilnehmer (ab 30 Jahren) zeigten herausragende Leistungen.

Micah Gross fuhr denkbar knapp am Sieg vorbei, denn der Romand Fabien Secondo war nach den 14,8 km nur 5 Sekunden schneller. Und der viertklassierte Andreas Schweizer ist der Erfolgreichste dieses Zeitfahrens. Fünfmal hat der 39-jährige Wimmiser in früheren Jahren gewonnen. Nun, da er sein Trainingspensum reduziert hat, war er als Vierter immer noch deutlich besser als die meisten jüngeren Kollegen.

Bei den Junioren hat sich der Spiezer Simon Imboden im Sekundenkrimi des besten Nachwuchses wacker geschlagen. Der Oberländer hätte mit einer nur 10 Sekunden tieferen Fahrzeit statt dem 7. Rang den dritten Podestplatz belegt.

Auswirkungen einer Absage

Die Absage der Berner Rundfahrt, welche am Sonntag hätte ausgetragen werden sollen und deren Zukunft ungewiss ist, hatte direkte Auswirkungen auf die Beteiligung der Elitefahrer im Oberland. Weil die Starmöglichkeit im Seeland ausgefallen war, haben mehrere Sportgruppen ihre Fahrer in ausländischen Rennen eingesetzt.

Mit 253 Startenden von den Teilnehmern am Schülercup bis zu den zwei 64-jährigen Senioren in den Hobbykategorien konnte der letztjährige Teilnehmerrekord in Amsoldingen dennoch erneut um 10 Prozent übertroffen werden.

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