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Svindal grosser Sieger – Schweizer Debakel

In der Weltcup-Abfahrt in Lake Louise (Ka) haben die Schweizer eine herbe Schlappe erlitten. Aksel Lund Svindal (No) siegte mit 0,64 Sekunden Vorsprung auf den erstaunlichen Max Franz (Ö).

Grosser Sieger: Aksel Lund Svindal gewinnt die erste Abfahrt des Winters in Kanada.
Grosser Sieger: Aksel Lund Svindal gewinnt die erste Abfahrt des Winters in Kanada.
Keystone

Aksel Lund Svindal und Max Franz hatten ihr Potenzial schon im Training angedeutet. Dritte wurden ex-aequo Klaus Kröll (Ö) und Marco Sullivan. Der Amerikaner preschte mit der Startnummer 42 weit nach vorne. Überrascht hat auch Tobias Stechert. Der Deutsche ist mit der Startnummer 32 Fünfter geworden. Er setzte sich damit vor den kanadischen Weltmeister Erik Guay.

Die Schweizer zählten zu den Geschlagenen. Sie erlitten eine historische Pleite. Silvan Zurbriggen war als 24. noch der beste Swiss-Ski-Athlet. Die grössten Hoffnungen hatten auf den Schultern von Olympiasieger Didier Défago geruht. Doch dem Romand lief es überhaupt nicht nach Wunsch. Er büsste auf der ganzen Strecke Terrain ein, im Mittelteil unterlief ihm ein grober Schnitzer - macht Rang 57. Sein Rückstand auf Svindal beläuft sich auf mehr als vier Sekunden.

Auch Janka mit grossem Rückstand

Carlo Janka (51.) war nur unwesentlich schneller als Défago. Der Bündner kam ebenfalls nie auf Touren. Nach rund 35 Fahrsekunden hatte er im Vergleich mit Franz bereits mit knapp 1,40 im Hintertreffen gelegen. Auch Patrick Küng, Marc Gisin, Vitus Lüönd, Christian Spescha, Tobias Grünenfelder und Sandro Viletta konnten die Schweizer nicht aus dem Loch reissen. Die Equipe spürt die Absenz eines Beat Feuz und die Lücke, die Didier Cuche hinterlassen hat.

Franz, Erster des ersten Trainings, hatte mit der Startnummer 3 eine starke Marke gesetzt. Für den 23-Jährigen ist es der erste Podestplatz überhaupt im Weltcup. Seine wertvollsten Resultate hatte er bisher im Super-G erzielt. In dieser Disziplin war er schon zweimal Fünfter geworden.

Lake Louise (Ka). Weltcup-Abfahrt der Männer: 1. Aksel Lund Svindal (No) 1:48,31. 2. Max Franz (Ö) 0,64 zurück. 3. Marco Sullivan (USA), Klaus Kröll (Ö) 0,66. 5. Tobias Stechert (De) 0,85. 6. Erik Guay (Ka) 1,17. 7. Guillermo Fayed (Fr) 1,21. 8. Dominik Paris (It) 1,24. 9. Kjetil Jansrud (No) 1,28. 10. Johan Clarey (Fr) 1,53. 11. Florian Scheiber (Ö) 1,55. 12. Joachim Puchner (Ö) 1,58. 13. Adrien Théaux (Fr) 1,59. 14. Peter Fill (It) 1,65. 15. Johannes Kröll (Ö) 1,78.

16. Andreas Romar (Fi) 1,84. 17. Jan Hudec (Ka) 1,89. 18. Hannes Reichelt (Ö) 1,93. 19. David Poisson (Fr) 1,96. 20. Werner Heel (It) 2,06. Ferner: 24. Silvan Zurbriggen (Sz) 2,18. 28. Patrick Küng (Sz) 2,36. 47. Vitus Lüönd (Sz) 3,50. 51. Carlo Janka (Sz) 3,87. 53. Marc Gisin (Sz) 3,97. 57. Didier Défago (Sz) 4,30. 58. Christian Spescha (Sz) 4,33. 59. Tobias Grünenfelder (Sz) 4,66. - 69 Fahrer gestartet, 62 klassiert; ausgeschieden: u.a. Sandro Viletta (Sz).

Gesamtweltcup. Männer: 1. Marcel Hirscher (Ö) 140 Punkte. 2. Manfred Mölgg (It) 130. 3. Ted Ligety (USA) 120. 4. André Myhrer (Sd), Aksel Lund Svindal (No) 100. 6. Max Franz (Ö) 80. 7. Jens Byggmark (Sd), Klaus Kröll (Ö), Marco Sullivan (USA) 60. 10. Hannes Reichelt (Ö) 53. Ferner: 13. Didier Défago (Sz) 45. 44. Markus Vogel (Sz) 14. 63. Silvan Zurbriggen (Sz) 7. 71. Patrick Küng (Sz) 3.

Abfahrt Männer: 1. Aksel Lund Svindal (No) 100. 2. Max Franz (Ö) 80. 3. Klaus Kröll (Ö) und Marco Sullivan (USA) je 60. 5. Tobias Stechert (De) 45. 6. Erik Guay (Ka) 40. Ferner: 24. Silvan Zurbriggen (Sz) 7. 28. Patrick Küng (Sz) 3.

si/fal

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