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Studers wichtiger Kampf der Bestätigung

Der Titelkampf von Yves Studer ist nicht der einzige Höhepunkt des heutigen Box-Meetings im Berner Kursaal. Riad Menasria gibt nach anderthalb Jahren Wettkampfpause sein Comeback, Nasi Hani sein Debüt als Profi.

Yves Studer am Big Apple Corner.
Yves Studer am Big Apple Corner.
Adrian Ruch
Yves Studer beim Columbus Circle mit Weltkugel.
Yves Studer beim Columbus Circle mit Weltkugel.
Adrian Ruch
Adrian Ruch
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Am letzten Stephanstag-Meeting schlug der Berner Profiboxer Yves Studer den Kroaten Vedran Akrap durch technischen K.o. und holte sich seinen ersten Gürtel. Der Titel im Mittelgewicht für Europäer aus Nicht-EU-Staaten ist zwar global betrachtet wenig bedeutend, für Studer stellte der Erfolg im Kursaal indes einen Meilenstein dar. Er katapultierte den 26-Jährigen in die Top 10 der Europarangliste und machte ihn zu einem potenziellen Kandidaten für einen EM-Kampf. Bis es soweit ist, muss Studer indes seine Leistung bestätigen. Heute tritt er gegen Lewan Schonia zu einer freiwilligen Titelverteidigung an. Der Georgier hat bisher 13 Siege gelandet und vier Niederlagen bezogen, allerdings allesamt gegen ungeschlagene Widersacher. Studers Bilanz steht bei 21:0; die meisten seiner Gegner gehörten jedoch nicht zur Kategorie «hochkarätig». Der Lokalmatador geht seit einem halben Jahr keiner Arbeit mehr nach und konzentriert sich ganz auf den Boxsport. Zu Trainingszwecken weilte er einige Wochen in den USA. Er boxte in der ehemaligen Trainingsbasis von Mike Tyson in Catskill, New York, und im berühmten Gleason’s Gym in Brooklyn.Kortisonspritze am 5. MaiDie Vorbereitung auf den heutigen Ernstkampf wurde indes durch Verklemmungen und ein muskuläres Ungleichgewicht in der rechten Schulter beeinträchtigt. Am 5. Mai wurde das Problem durch eine Kortisonspritze zwar nicht grundsätzlich gelöst, aber der Schmerz gemindert. Seither könne er wieder Schlagkombinationen üben, sagt Studer. Die Anti-Doping-Behörde sei vom Arzt informiert worden, berichtet Manager Daniel Hartmann. Das Risiko eines positiven Test bestehe daher nicht.Studer, der wie gewohnt von Bruno Arati gecoacht wird, misst der Verletzung im Hinblick auf den heutigen Kampf keine Bedeutung zu. Er fühle sich in Form und steige mit gesundem Selbstvertrauen in den Ring. Grosse Worte sind seine Sache nicht; er verspricht deshalb keinen K.o. Aber er sagt: «Ich erwarte, dass ich gewinnen werde.» Geht es nach dem Mittelgewichtler und seinem Manager, soll das Duell mit Schonia nur ein weiterer Schritt auf dem Weg nach ganz oben sein. «Das Fernziel ist ein WM-Titel. Der Weg ist lang und hart, aber Yves kann es schaffen», sagt Hartmann. Als Zwischenziel wird der EM-Titel angestrebt; in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres soll Studer den Champion herausfordern. Bedingung ist allerdings ein Erfolg über Lewan Schonia, der immerhin neun seiner Gegner vorzeitig besiegt hat.Einst hatte der gebürtige Algerier Riad Menasria als potenzieller Europameister gegolten. Doch seine Karriere geriet ins Stocken, als er im Oktober 2007 die erste Niederlage bezog und sich mit den Boxing Kings überwarf. Seither ist der begnadete Techniker nicht mehr für einen Ernstkampf in den Ring gestiegen. Doch die Probleme sind mittlerweile ausgeräumt. Heute gibt der 33-Jährige ein Comeback; sein Antipode, der in sechs Kämpfen sieglose Pole Adam Gawlik, dürfte ihn kaum vor grosse Probleme stellen. Als Profi debütiert im Kursaal der Mazedonier Nasi Hani, der auf eine ausgezeichnete Amateurkarriere zurückblickt. Hartmann erwartet vom 26-Jährigen einen Sieg vor Ablauf der sechs Runden.

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