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Setzt sich Wiler-Ersigen die europäische Krone auf?

Schweizermeister Wiler-Ersigen hat am Champions Cup in Ostrava sensationell den Einzug in den Final geschafft. Dort wartet der schwedische Meister Storvreta.

Geschafft: Radek Sikora (Nr. 9) bejubelt mit Goalie Martin Menetrey (Nr. 89) den Finaleinzug.
Geschafft: Radek Sikora (Nr. 9) bejubelt mit Goalie Martin Menetrey (Nr. 89) den Finaleinzug.
PD/Claudio Schwarz

Die über 1400 Zuschauer in der RT Torax Arena im tschechischen Ostrava kamen gestern Samstag in den Genuss eines attraktiven Halbfinalspiels mit einer hochspannenden Schlussphase, schreibt Swissunihockey in einer Mitteilung. Bis zur 45. Minute lag der SV Wiler-Ersigen am Champions Cup gegen den finnischen Meister Classic mit 5:2 in Führung, doch sechs Minuten vor Schluss stand es plötzlich 7:7. Kurz darauf konnte Wiler-Ersigen wiederum in Führung gehen und gewann schlussendlich 10:7.

Der Start in die Partie sei ganz nach dem Gusto der Schweizer verlaufen. Etwas mehr als eine Minute war gespielt, da traf Marco Rentsch zum 1:0. Es sollte das einzige Tor im ersten Drittel bleiben. Zwar zeigte Classic immer wieder seine Klasse, aber entweder war der Schweizer Goalie Martin Menétrey zur Stelle oder die Finnen verfehlten das Tor. Auch der Start ins zweite Drittel sei den Unteremmentalern geglückt, wenn auch der Torerfolg ausblieb. Wiler-Ersigen investierte nun mehr ins Forechecking und so eroberte Michal Dudovic in der 26. Minute den Ball und schloss gleich selber zum 2:0 ab.

3:0-Führung

Es kam noch besser: Claudio Mutter schob kurz darauf zum 3:0 ein. Das anschliessende Time-Out von Classic verfehlte die Wirkung nicht. Nach Spielhälfte verkürzten Eemeli Salin auf 1:3 und Nico Salo mit einem «Buebetrickli» auf 2:3. Doch die Schweizer liessen sich davon nicht beeindrucken. Philipp Affolter erhöhte in der 36. Minute wieder auf 4:2.

Zu Beginn des letzten Drittels konnte Wiler-Ersigen erstmals Powerplay spielen. Dieses dauerte nur wenige Sekunden, ehe Joonas Pylsy, der ehemalige Classic-Spieler, das 5:2 erzielte. Dann aber kamen die erwähnten torreichen und hochspannenden Schlussminuten.

In der 50. Minute lautete es nur noch 5:6 und es kam noch schlimmer für die Schweizer: Sechs Minuten vor Ende traf Classic zum 7:7. Alles war wieder offen. Aber selbst der Ausgleich habe die Schweizer nicht weiter beunruhigt und eine Minute später stellte Marco Louis die Führung wieder her. Die Finnen mussten nun reagieren und taten dies, indem der Torhüter einem sechsten Feldspieler Platz machte. Es waren aber die Schweizer, die zwei Mal das leere Tor trafen und so am Ende 10:7 gewannen.

«Der Sieg bedeutet viel»

«Es war ein harter Fight, um jede Sekunde wurde gekämpft», lässt sich Marco Louis in der Mitteilung zitieren. «Es ist schwierig zu beschreiben, was hier gerade passiert ist.» Und auch Philipp Affolter sagte beim Interview: «Der Sieg bedeutet viel. Wir arbeiteten eine zeitlang auf den Sieg hin. Nun sind wir sehr glücklich, konnten wir gewinnen.»

Schon bald liegt aber der Fokus auf dem Final von heute Sonntag (19 Uhr) gegen den schwedischen Meister Storvreta. Wiler-Ersigen stand vor vier Jahren als letzte Schweizer Equipe im Final des hochrangigsten Club-Turniers.

Das Finalspiel Storvreta gegen Wiler-Ersigen wird als Livestream übertragen: https://www.youtube.com/watch?v=iHs2S-dv0KQ

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