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Schweizer Duo verliert Halbfinal-Krimi

Tanja Hüberli und Nina Betschart verpassen den WM-Final nach eindrücklicher Aufholjagd – und Matchball. Im Entscheidungssatz unterliegen sie 17:19.

ddu
Können sich knapp nicht durchsetzen: Tanja Hüberli (r.) und Nina Betschart bleibt in Hamburg der Einzug in den WM-Final verwehrt.
Können sich knapp nicht durchsetzen: Tanja Hüberli (r.) und Nina Betschart bleibt in Hamburg der Einzug in den WM-Final verwehrt.
Christian Charisius, Keystone
Im Spiel um Rang 3 bleibt den Bernerinnen die Chance auf die Bronzemedaille. Sie treffen am Samstag auf Taliqua Clancy/Mariafe Artacho aus Australien. Bislang hat noch kein Schweizer Frauenteam eine WM-Medaille gewonnen.
Im Spiel um Rang 3 bleibt den Bernerinnen die Chance auf die Bronzemedaille. Sie treffen am Samstag auf Taliqua Clancy/Mariafe Artacho aus Australien. Bislang hat noch kein Schweizer Frauenteam eine WM-Medaille gewonnen.
Freshfocus/Leonie Horky
Hüberli/Betschart überraschten in der K.o.-Runde. Im Achtelfinal eliminierten sie das an Position 4 gesetzte brasilianische Duo Ana Patricia Sailva Ramos/Rebecca Cavalcanti Barbosa da Silva.
Hüberli/Betschart überraschten in der K.o.-Runde. Im Achtelfinal eliminierten sie das an Position 4 gesetzte brasilianische Duo Ana Patricia Sailva Ramos/Rebecca Cavalcanti Barbosa da Silva.
Freshfoucs/Leonie Horky
Die 26-jährige Hüberli überzeugte immer wieder bei der Ballannahme.
Die 26-jährige Hüberli überzeugte immer wieder bei der Ballannahme.
Freshfoucs/Leonie Horky
Ihre Spielpartnerin Betschart tat es ihr gleich.
Ihre Spielpartnerin Betschart tat es ihr gleich.
Freshfocus/Pim Waslander
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Sie war nur noch einen Punkt entfernt, die erste definitive WM-Medaille eines Schweizer Frauenteams im Beachvolleyball. Doch die Verwertung des einen Matchballs, der Tanja Hüberli und Nina Betschart in Hamburg in den Final geführt hätte, gelang nicht. Zuvor hatten sie gar fast schon wie klare Verliererinnen ausgesehen. 10:14 lagen sie im Entscheidungssatz hinten, Sarah Pavan und Melissa Humana-Paredes hatten vier Matchbälle. Doch die Bernerinnen wehrten sie alle ab und später noch zwei.

Sie erkämpften sich mit 17:16 selbst einen und vergaben ihn. Dann zeigten die Kanadierinnen starke Nerven, holten drei Punkte in Folge. Hüberli/Betschart erlitten eine 19:21, 21:17, 17:21-Niederlage – so gross wie die Sensation bei einem Erfolg gewesen wäre, so gross ist nun die Enttäuschung.

Dabei hatte das Spiel vielversprechend begonnen. Im ersten Durchgang legten sie zuerst vor, gerieten in Rücklage (5:6) und erkämpften sich die Führung zurück. Doch das auf Position 9 gesetzte Duo aus Kanada drehte auf und nutzte den dritten Satzball (23:21). Im zweiten Abschnitt profitierten die Schweizerinnen, die Turnier-Nummer 9, von Fehlern am Laufmeter. Sie zogen rasch auf 7:3 davon und hielten ihren Vorsprung, bis ihnen mit 21:17 der Ausgleich gelang.

Die Chance auf Bronze als Trost

Wiederum mussten Hüberli/Betschart in einen Entscheidungssatz. In der K.o.-Runde hatten sie stets den ersten Satz abgegeben, dann aber die Spiele gedreht und gewonnen. So wie am Vormittag gegen das brasilianische Duo Barbara Seixas de Freitag/Fernanda Berti Alves, das sie im Viertelfinal 2:1 (19:21, 21:13, 15:13) bezwangen. Doch diesmal sollte es nicht soweit kommen.

Unter die besten acht Teams hatten es die 26-jährige Hüberli und ihre drei Jahre jüngere Spielpartnerin mit einem Coup geschafft. Sie eliminierten im Achtelfinal das an Position 4 gesetzte Duo Ana Patricia Sailva Ramos/Rebecca Cavalcanti Barbosa da Silva aus Brasilien überraschend mit 19:21, 21:15, 15:12.

Nun treffen die Schweizerinnen am Samstag (13.00 Uhr) im Spiel um Bronze auf Taliqua Clancy/Mariafe Artacho. Die Australierinnen mussten sich im Halbfinal dem US-Duo Alex Klineman/April Ross mit 15:21, 18:21 beugen. Die Chance auf eine WM-Medaille ist weiterhin intakt.

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