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Protest gegen das Anti-Homosexuellen-Gesetz

Zwei russische Weltmeisterinnen machten bei der der Siegerehrung ihrer 4x400-Meter-Staffel mit einem besonderen Aktion auf sich aufmerksam.

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Die beiden Athletinnen Tatjana Firowa und Xenija Ryschowa küssten sich an der Weltmeisterschaft in Moskau auf dem Podest mit der Goldmedaille um den Hals demonstrativ auf den Mund. Sie sendeten mit ihrer Aktion eine klare Botschaft an die russische Regierung aus. Es ist ein Protest gegen das international umstrittene Anti-Gay-Gesetz. Dieses sieht Geldstrafen von bis zu 30'000 Franken vor, wenn Erwachsene im Beisein von Kindern über Homosexualität sprechen. Ausländer müssen mit Abschiebung oder Arrest rechnen.

Die russische Stabweltmeisterin Jelena Isinbajewa unterstützte mit ihrer Aussage, «Männer sollten Frauen lieben und umgekehrt», die russische Regierung. Wenig später sprach sie von einem Missverständnis. Russlands Sportminister Witaly Mutko bleibt hart: «Das Gesetz ist zum Schutz einer jungen Generation, deren Psyche noch nicht geformt ist.» Homosexualität stellt er mit Drogen- und Alkoholabhängigkeit auf eine Stufe und verteidigt das Gesetz.

Gegenwind für das von der russischen Duma praktisch einstimmig abgesegnete Dekret kommt nicht nur von den beiden Russinnen. Der amerikanische 800-Meter-Läufer Nick Symmonds widmete seine Silbermedaille seinen schwulen und lesbischen Freunden. Schwedische Athletinnen hatten sich aus Solidarität die Fingernägel in Regenbogenfarben lackiert, dem Symbol der homosexuellen Bewegung. Die Hochspringerin Emma Green Tregaro wurde deswegen vom Leichtathletik-Weltverband IAAF sogar verwarnt.

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