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Peking: Erste Medaille für die Schweiz

Der Tetraplegiker Beat Bösch (Nottwil) hat an den Paralympics im 200-m-Rollstuhlrennen hinter dem Kanadier Dean Bergeron (30,81) in 31,41 mit Silber die erste Medaille für die Schweiz gewonnen.

Welt- und Europameister Bösch (37), der vor vier Jahren über 100 m Bronze gewonnen hatte, sprach von einem für ihn optimal verlaufenen Rennen: «Bergeron führt die Weltrangliste an, ich bin die Nummer 2. Also kann von einem sportlich gerechten Ergebnis gesprochen werden. Gold wäre wohl nur bei einem Fehler des Kanadiers realistisch gewesen.» Der Polygraph (Unfall 1996), der seit 1998 Rollstuhlsport betreibt, startete auf der ungewohnten Bahn 9. «Aber ich konnte den Rhythmus so durchziehen, wie erhofft. Vor allem der nahezu perfekte Start stimmt mich für die 100 Meter zuversichtlich», sagte Bösch in Peking.

Manuela Schär verpasste als Paralympics-Zweite von Athen über 100 m mit einer um vier Zehntel besseren Zeit als 2004 den Bronzeplatz um elf Hundertstel. «Titelverteidigerin Chantal Petitclerc war die Favoritin, die plötzlich aufgetauchten Chinesinnen konnte ich zuvor nicht einschätzen. Der vierte Rang und die Leistung sind an und für sich sehr gut, aber es ist ein Platz neben dem Podest», wusste die Luzernerin (Altishofen) nicht, ob sie sich über die Saisonbestleistung freuen oder über die Klassierung ärgern soll.

Marcel Hug (Pfyn/Luzern) fuhr über 400 m ebenfalls Saisonbestzeit, der Mittel- und Langstreckenspezialist besass jedoch nie Medaillenchancen. Auf der zweiten Streckenhälfte kam er näher an die Spitze heran, doch die Sprinter waren zu weit weg. Hug landete im fünften Rang. Der Chinese Zhang Lixin stellte einen Weltrekord (45,07) auf.

Hunkeler wieder am Start

Edith Hunkeler geht es nach ihrem Sturz über 5000 m gesundheitlich wieder so gut, dass sie heute (Donnerstag) an den Start gehen kann. Die 36-Jährige aus Dagmarsellen tritt über 400 m an.

si/fal

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