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«Optimistisch sind wir, wenn der Patient keine Lähmungen zeigt»

Andreas Raabe will sich zum konkreten Fall Kevin Lötscher nicht äussern. Der Direktor und Chefarzt der Universitätsklinik für Neurochirurgie am Inselspital in Bern erklärt jedoch, was Menschen im künstlichen Tiefschlaf durchleben.

Professor Andreas Raabe ist zuversichtlich: «Sportler sind meist in einem sehr guten körperlichen Zustand. Die Grundfunktionen des Körpers sind damit im Tiefschlaf möglicherweise stabiler.»
Professor Andreas Raabe ist zuversichtlich: «Sportler sind meist in einem sehr guten körperlichen Zustand. Die Grundfunktionen des Körpers sind damit im Tiefschlaf möglicherweise stabiler.»
zvg

Warum wird ein Patient in einen künstlichen Tiefschlaf versetzt? Prof. Andreas Raabe: Es gibt zwei Gründe. Oft besteht eine Bewusstseinsstörung durch den Unfall, welche die Atmung und die Sauerstoffversorgung gefährdet. Wir übernehmen also das Luftholen für den Patienten und die Kontrolle über andere Grundfunktionen des Körpers. Ausserdem wird das künstliche Koma – der Medikamentenschlaf – nach einem schweren Unfall eingesetzt, um das Gehirn zu schützen. Die Aktivität des Gehirns wird künstlich reduziert, es wird entlastet und benötigt weniger Sauerstoff und Nährstoffe.

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