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Nur die Billig-Airline hilft dem Weltrekordhalter

Armand Duplantis wollte nach seinem Monstersprung nach Hause – und bekam Probleme wegen seines Gepäcks.

Monica Schneider
6 Meter, 17 Zentimeter: Armand Duplantis brach in Polen den Weltrekord im Stabhochsprung.
6 Meter, 17 Zentimeter: Armand Duplantis brach in Polen den Weltrekord im Stabhochsprung.
Titus Zmijewski, Keystone

Sie machten auch bei Armand Duplantis keine Ausnahme. Weil immer mehr Fluggesellschaften aus Kostengründen die bis zu 5,20 Meter langen Stäbe nicht mehr transportieren, musste der neue Stab-Weltrekordhalter mit einer Billigfluggesellschaft von Polen nach Schweden fliegen. Nach Nyköping und nicht nach Stockholm, wie geplant. Aufregen wollte er sich darüber nicht, denn noch immer hatte er nicht recht begriffen, was ihm am World Indoor Meeting in Torun gelungen war: der Welt­rekordflug über 6,17 m.

Bei der Ankunft in Schweden äusserte er sich gegenüber einheimischen Journalisten über Details vor, während und nach seinem Sprung. Dass «nichts Verrücktes» dahinter stecke, ausser «dass ich in meinem ersten Jahr bei der Elite versuche, professioneller zu sein, gesünder zu essen, länger zu schlafen und ein wenig härter zu trainieren». Diese kleinen Dinge machten wohl den grossen Unterschied aus, glaubt er. Ein bisschen aber auch: die Musikwahl. Er habe die Verantwortlichen in der Arena gebeten, Aviciis «Levels» aufzulegen, falls es zum Weltrekordversuch komme. Es ist die gleiche Musik, bei der Renaud Lavillenie, sein langjähriger Konkurrent und Freund aus Frankreich, seinen Weltrekord gesprungen war.

Duplantis, der mit Puma, Red Bull und Omega grosse Sponsoringverträge hat und bis zu den Olympischen Spielen nun in Uppsala leben und trainieren wird, rückte dann auch noch die Rolle seiner Mutter zurecht. Die Bilder, wie er sie nach seinem Coup geherzt hatte, waren um die Welt gegangen. Dass ihm sein Vater, einst ebenfalls Stabspringer, im Garten schon bald eine eigene Anlage baute, ist hinlänglich bekannt. «Sie aber begleitet mich, seit ich mit Stabspringen begonnen habe», sagte er und fügte an, dass es sehr schön gewesen sei, diesen Moment mit ihr feiern zu können.

Und nicht nur das. Nach der frühen Krönung in der Olympiasaison hofft er im Sommer auf eine mindestens so gute Form. «Und da vertraue ich auf meine Mutter, dass sie mir einen guten Trainingsplan erstellt.»

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