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Matthias Hofbauer feiert Jubiläum

Der 28-jährige Matthias Hofbauer, Captain Wiler-Ersigens und der Schweizer Nationalmannschaft, hat anlässlich des Vierländerturniers im tschechischen Brünn als dritter Akteur die Marke von 100 Länderspielen durchbrochen.

Aufnahme in den exklusiven Kreis: Der Berner Matthias Hofbauer (rechts), Captain der Schweizer Nationalmannschaft, hat am Vierländerturnier in Brünn (Tsch) die bestehende Rekordmarke von 101 Länderspieleinsätzen egalisiert.
Aufnahme in den exklusiven Kreis: Der Berner Matthias Hofbauer (rechts), Captain der Schweizer Nationalmannschaft, hat am Vierländerturnier in Brünn (Tsch) die bestehende Rekordmarke von 101 Länderspieleinsätzen egalisiert.
Keystone

3:5 gegen Finnland, 1:4 gegen Tschechien, 4:8 gegen Schweden. Die Bilanz des Vierländerturniers aus Schweizer Perspektive fällt in Zahlen ernüchternd aus. Und in Worten? Matthias Hofbauer: Natürlich können wir mit den Resultaten nicht zufrieden sein. Aber an solchen Turnieren sind nicht bloss die Ergebnisse wichtig, sondern auch Leistung und Entwicklung. Wir müssen die positiven Dinge mitnehmen.

Was war positiv? Gegen Finnland und Schweden hatten wir wirklich sehr gute Phasen und überzeugten gegen das aggressive Forechecking. Gegen die Tschechen spielten wir aber zu wenig entschlossen.

Im September konnte die Schweiz gegen Finnland gewinnen. In Brünn fehlte wenig zu einem neuerlichen Coup. Befindet sich die Schweiz mit dem Weltmeister beinahe auf Augenhöhe? Die Spiele gegen Finnland waren zuletzt immer offen. Nur, bei uns müssen die Leistungsträger ein Top-Niveau erreichen, sonst reicht es nicht. Die Breite fehlt bei uns, im Gegensatz zu Finnland und Schweden. Diesem Umstand muss man sich bewusst sein. Ich will damit sagen, dass nicht erwartet werden darf und kann, dass wir in jeder Partie gegen einen solchen Gegner am Schluss derart zulegen können wie damals im September.

Erstmals wurde im Rahmen der «Euro Floorball Tour» nach sämtlichen Partien ein Penaltyschiessen durchgeführt, bei dem sich die Teams einen Extrapunkt sichern konnten. Wie werten Sie diese Neuerung? Es war speziell, auf Nationalmannschaftsebene ein Penaltyschiessen zu bestreiten. Wir haben sämtliche Duelle gewonnen, also werte ich es als positiv. Ich weiss aber nicht, ob ich dasselbe Urteil fällen würde, wenn wir drei Penaltyschiessen verloren hätten (schmunzelt).

Gegen Tschechien haben Sie das 100. Länderspiel absolviert. Tags darauf gegen Schweden zogen Sie mit den Rekordinternationalen Mark Wolf und Thomas Engel (je 101 Länderspiele) gleich. Was bedeutet Ihnen diese Zahlen? Das «Hunderti» ist sicher sehr speziell, diese Zahl «fägt». Auch die Würdigung war schön: Am Morgen hatte der Nationaltrainer ein paar Worte gesagt, am Abend hielt auch Mark Wolf eine Rede. Zudem gab es eine Hunderter-Torte sowie ein Verbandsgeschenk.

Was hat Mark Wolf gesagt? Sie werden Ihn ja alsbald als Rekordinternationalen ablösen. Er blickte zurück, wie es damals gewesen ist, als ich als Neuling beim Nationalteam dabei war. Und er appellierte auch an die Spieler, dass man in der Schweiz nicht schon mit 28 Jahren aufhören solle. Diese Meinung vertrete ich natürlich auch.

Welches Länderspiel bleibt Ihnen speziell in Erinnerung? Es sind die zwei Spiele gegen Finnland an der Heim-WM 2004: Das Bronzespiel, welches leider knapp verloren ging, sowie der Sieg im Gruppenspiel. Die Stimmung war unglaublich.

Sie wollen sicher noch bis zu den Weltmeisterschaften 2012 in der Schweiz weiterspielen... Das stimmt. Ich habe einmal eine heimische Weltmeisterschaft miterlebt, 2004. Das war damals einfach sensationell und ich bin überzeugt, dass es das zweite Mal sicher nicht schlechter sein wird.

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