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Könizer Konterkünstler

Köniz setzt sich zum Auftakt bei Meister Wiler-Ersigen mit 8:3 durch. Überragend spielt der dreifache Torschütze Jan Zaugg.

Dreifacher Torschütze: Jan Zaugg sorgt für die Differenz.
Dreifacher Torschütze: Jan Zaugg sorgt für die Differenz.
Daniel Christen

Wiler-Ersigen gegen Floorball Köniz ist der Vergleich zweier Urgesteine. Gemeint sind die Trainer, Thomas Berger und René Berliat, die renommiertesten ihrer Zunft. Gemein ist ihnen nicht nur die Akribie, sondern auch die Denkweise. Berger wie Berliat verstehen sich als Ausbildner. Aufstrebenden Eigengewächsen gewähren sie Einsatzzeit, wenn diese über Potenzial verfügen. In Kirchberg wird beidseits mit drei Formationen gespielt, die Saisonouvertüre lässt sich als Talentschau betrachten. Wobei der Begabteste von allen die Partie entscheiden wird – zugunsten der Gäste aus Köniz.

Die Unteremmentaler greifen an, die Vorstädter halten dagegen. Und setzen zum Konter an, wenn immer sich die Möglichkeit bietet. In den ersten 20 Minuten verläuft der Vergleich nahezu permanent nach diesem Muster. Wiler-Ersigen erarbeitet sich Chance um Chance, kommt jedoch nur einmal an Patrick Eder vorbei. Nicolas Wolf hingegen, der Schlussmann des Meisters, muss zweimal hinter sich greifen.

Schütze des zweiten Könizer Treffers ist Jan Zaugg. Der 20-Jährige reüssierte nach einem nonchalanten Auftritt Patrick Mendelins; es handelt sich um jenen Stürmer, welcher bei Wiler-Ersigen in der Regel für die Glanzmomente zuständig ist. «Wiler hat uns im Spiel gelassen», wird Berliat später zugeben. In andern Worten: Der Gastgeber hätte auch davonziehen können.

In der Folge sind es die Könizer, welche die Differenz vergrössern, sich im Schlussdrittel absetzen. Mittendrin: Zaugg, der Supertechniker, welcher dreimal aus bester Position abschliesst, dabei zweimal trifft. Auf dem Feld könne er ein Leader sein, sollte Zaugg später festhalten. Abseits des Feldes dürfte er zu den Ruhigsten gehören.

Beim Stand von 2:6 aus der Optik der Einheimischen ist es Matthias Hofbauer, welcher vorübergehend etwas Hoffnung zurückbringt. Der 36-Jährige, eben Vater geworden, wirkt inmitten der vielen Teenager und Frühzwanziger wie ein Relikt aus vergangener Zeit. Wobei sein Leistungsvermögen nach wie vor erstklassig ist. «Köniz hat die Chancen ­genutzt, uns ist das nicht gelungen», resümiert der langjährige Captain des Nationalteams nach der 3:8-Niederlage.

Im nächsten Atemzug hält er fest, dass längst nicht alles schlecht gewesen sei. Etwas anders sieht es Berger: «Fast in jedem Bereich unbefriedigend», bilanziert der Bündner. «Geduldig und reif» sei die Leistung seiner Spieler gewesen, meint Berliat. 11 Tore sind gefallen, 5 Ausländer standen auf dem Feld, bis auf einen Assist wurden alle Skorerpunkte von Schweizern erzielt.

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