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Köniz sichert sich den Zusatzpunkt

Köniz und die Langnauer Tigers gehen im Derby über die volle Distanz. Erst im Penaltyschiessen fällt die Entscheidung zugunsten der Vorstädter.

Das 5:1 für Köniz: Jürg Siegenthaler fliegt, Jan Zaugg trifft.
Das 5:1 für Köniz: Jürg Siegenthaler fliegt, Jan Zaugg trifft.
Manuel Zingg

Der Superfinal im April ging ins Penaltyschiessen. Wiler-Ersigen behielt gegen Malans die Nerven und gewann den Titel. Von der Meisterschaftsentscheidung abgesehen, brachten seit September 2016 sämtliche 26 Verlängerungen einen Sieger hervor.

Bis gestern. Die Langnauer Tigers liessen im Gastspiel bei Floorball Köniz in der zehnminütigen Overtime ein Powerplay ungenutzt – es sollte sich rächen. Im Penaltyschiessen hielt Nationaltorhüter Patrick Eder den Zusatzpunkt fest.

Hier der Leichtsinn

Mit der Extraschicht war jedoch keines der beiden Teams wirklich glücklich. Nicht weil der Arbeitstag für die Spieler länger gedauert hatte als angenommen. Sondern weil beide Teams die vollen drei Zähler hätten gewinnen können.

Köniz sah zwischenzeitlich wie der sichere Sieger aus, zog im Mitteldrittel auf 5:1 davon. Das vierte Tor, ein präziser Drehschuss des Tschechen Patrik Doza, verdiente gar die Bezeichnung Augenweide. Und Topskorer Jan Zaugg, am Donnerstag erstmals ins Nationalteam berufen, bewies bei seinen zwei Treffern Kaltblütigkeit im Abschluss.

Doch die Equipe von Trainer René Berliat zeigte einen wechselhaften Auftritt, spielte phasenweise überzeugend, danach wieder enttäuschend. Dem Coach dürften vorab die vielen einfachen Ballverluste missfallen haben. «Ich bin nur bedingt zufrieden», resümierte Berliat. Die Könizer führten die feinere Klinge als die Tigers, suchten aber nicht immer die einfachste Lösung.

Dort das Pech

Anders die Tigers: Sie spielten gradliniger als Köniz, wussten die Schwächephase des Gegners zu nutzen. In den letzten fünf Minuten vor der zweiten Drittelpause verkürzten die Emmentaler auf 4:5, kurz nach Beginn des Schlussabschnitts war der Ausgleich, später gar die Führung Tatsache.

«Wir kommen immer erst dann in Fahrt, wenn wir müssen», sagte Thomas Gfeller. Und: «Wir hatten an die Wende geglaubt.» Der Langnauer Center brachte sein Team mit zwei Toren und etlichen Tempoläufen ins Spiel zurück.

In der Schlussphase drückte Köniz auf den Ausgleich, liess aber beste Möglichkeiten verstreichen. Es schien für die Tigers zu laufen ­– bis Manuel Maurer einen Ball unsauber traf, damit den Emmentaler Torhüter Jürg Siegenthaler verwirrte und das 6:6 realisierte.

Ein Ärgernis für die Gäste, die statt drei Punkten nur einen Zähler mit nach Hause nahmen. Berliat zeigte sich derweil erleichtert, das Blatt gewendet zu haben: «Wir sind auf dem Weg, wieder eine Siegermannschaft zu werden.» Im Direktvergleich mit den Tigers sind es die Vorstädter schon länger. Der letzte Sieg der Langnauer gegen Köniz datiert vom Januar 2015.

lsi/mjs

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