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Gästesieg am Ballenberg

Bei kalten, trockenen Wetterverhältnissen konnte am Ostermontag der Ballenberg-Schwinget durch­geführt werden. Im Schlussgang bezwang Samuel Giger Schwingerkönig Matthias Glarner mit einem Bilderbuchkurz.

Samuel Giger gewinnt in überzeugender Manier den Ballenberg-Schwinget, auch der Habker Niklaus Zenger (im roten Hemd) kann den Ostschweizer nicht stoppen.
Samuel Giger gewinnt in überzeugender Manier den Ballenberg-Schwinget, auch der Habker Niklaus Zenger (im roten Hemd) kann den Ostschweizer nicht stoppen.
Bettina Keusen
König und Vorjahressieger Matthias Glarner (hinten) bezwingt im dritten Gang Niklaus Kappeler aus Reutigen.
König und Vorjahressieger Matthias Glarner (hinten) bezwingt im dritten Gang Niklaus Kappeler aus Reutigen.
Bettina Keusen
Samuel Giger liess sich als Sieger feiern.Glarner Matthias-Kappeler Niklaus
Samuel Giger liess sich als Sieger feiern.Glarner Matthias-Kappeler Niklaus
Bettina Keusen
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Sicherlich hat die Tatsache, dass mit Samuel Giger einer der hoffnungsvollsten Schwinger der Zukunft am Ballenberg-Schwinget als Gast eingeladen war, dazu beigetragen, dass weit über tausend Zuschauer den beliebten Früh­jahresschwinget besuchten. Der Thurgauer Jungstar wurde seiner Favoritenrolle vollauf gerecht und dominierte die Oberländer Spitzenschwinger fast nach Belieben.

Bereits im ersten Gang konterte Giger nach kurzer Gangdauer einen Kurzversuch von Kilian Wenger mit einem Wyberhaken und konnte sich gegen den Schwingerkönig von 2010 seine erste Maximalnote schreiben lassen. Mit kraftvollen Kurzzügen wurden bis zum Schlussgang Alexander Kämpf, Hanspeter Luginbühl, der Habker «Eidgenosse» Niklaus Zenger und Josias Wittwer dingfest gemacht.

Heimat der Mutter

«Als Gast ein so gut besetztes Schwingfest in der engeren Heimat meiner Mutter zu gewinnen, macht mich schon ein wenig stolz. Dieser Sieg gibt mir das ­nötige Selbstvertrauen für die kommende Kranzfestsaison», erklärte Giger. «Ich freue mich sehr auf den Brünig-Schwinget, das Berner «Kantonale» und den Unspunnen-Schwinget und hoffe, dass ich an diesen Schwingfesten eine ähnlich gute Leistung abrufen kann.» Dies die Aussage des nach aussen eher scheuen Nordostschweizers.

Starke Favoriten

Hinter dem überragenden Samuel Giger zeigten die Favoriten die von ihnen gewohnte starke Leistung. Bernhard Kämpf teilte im ersten Gang die Punkte mit Matthias Glarner und hatte nach einem sicherlich etwas überraschenden zweiten gestellten Gang gegen Stefan Reichen sichtlich Aufholbedarf.

Mit vier Siegen klassierte er sich schlussendlich im zweiten Rang. Gemeinsam im dritten Rang klassierten sich die drei Trainingskollegen Matthias Glarner, Simon Anderegg und Kilian Wenger.

Der mit einem grossen Trainingsrückstand behaftete Anderegg fand nebst vier Siegen gegen den Gast Mario Schneider und Alexander Kämpf kein Siegesrezept. Kilian Wenger musste nach der Niederlage gegen Samuel Giger die Punkte im vierten Gang mit dem aufstrebenden Kilian von Weissenfluh teilen.

Niklaus Zenger verfehlte den Spitzenrang mit dem gestellten sechsten Gang gegen den für den Schwingklub Frutigen schwingenden Adrian Klossner.

Lichtblicke beim Nachwuchs

Erfreuliche Fortschritte zeigten einige der hoffnungsvollen Oberländer Nachwuchsschwinger. Mit Kilian von Weissenfluh nähert sich einer mit grossen Schritten der Spitze. Der Hasliberger Turnerschwinger zeigte am Ballenberg-Schwinget erneut eine starke Leistung. Besonders der gestellte Gang gegen Schwinger­könig Kilian Wenger zeigte die Fortschritte des verteidigungsstarken Oberhaslers deutlich auf.

Gut in Szene setzen konnte sich mit dem noch nicht 16-jährigen Kevin Steudler ein weiterer Nachwuchsschwinger von der Schwingersektion Hasliberg. Langsam aber sicher nähert sich der Sieger des Eidgenössischen Nachwuchsschwingertages Peter Beer der Spitze.

Mit drei Siegen und drei gestellten Gängen blieb der im Sommer eine Zweitlehre als Zimmermann beginnende Niedersimmentaler ohne Niederlage und dürfte beim dazu nötigen Wettkampfglück in der kommenden Saison zum Kranzgewinner emporsteigen.

Mit Jan Wittwer, Marco Iseli, Florian Aellen, Sämi Nufer und Stefan Reichen sind in den ­Reihen der Oberländer vielversprechende Talente vorhanden. Einen bärenstarken Eindruck hinterliess dabei der Frutiger Stefan Reichen, der nebst vier Siegen die Punkte im zweiten Gang mit Bernhard Kämpf teilen musste. Leider musste der Kandertaler den Wettkampf im sechsten Gang verletzt aufgeben.

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