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Frühlingsgefühle vor Weihnachten

Wacker Thun überzeugt erneut und fügt Kriens die erste Heimniederlage der Saison zu.

Jonas Dähler und Torhüter Flavio Wick jubeln nach dem Spiel.
Jonas Dähler und Torhüter Flavio Wick jubeln nach dem Spiel.
Martin Meienberger/freshfocus

Urplötzlich herrscht maximale Uneinigkeit in einer Partie, über deren Ausgang es keine zwei Meinungen mehr gibt. Die Schiedsrichter beraten sich 16 Minuten vor dem Ende, der Verbandsdelegierte schaltet sich ein, zu dritt wird auf dem Feld diskutiert.

Die in Unterzahl befindlichen Krienser hatten den Abschluss hinausgezögert, sie waren gezwungen, sehr bald zu werfen, da braust Dario Lüthi heran, stoppt den potenziellen Schützen Tim Rellstab resolut und trifft ihn im Gesicht. Severin Ramseier verliert darob die Fassung und will sich den Thuner vorknöpfen, wobei er gestoppt werden kann. Die Unparteiischen tun, was sie in derlei Situationen oft tun: Sie sanktionieren beide Sünder mit derselben Strafe.

Das hört sich irgendwie gerecht an, ist es im vorliegenden Fall aber möglicherweise nur bedingt, weil damit auchLüthi die Rote Karte erhält, und zwar für ein Vergehen, das unter anderen Umständen vermutlich bloss eine 2-Minuten-Strafe nach sich gezogen hätte. Wackers Leute jedenfalls wundern sich.

Der Platzverweis gegen einen der Ihren ist aus Sicht der Berner Oberländer der Wermutstropfen an einem geglückten Abend. 33:28 gewinnen sie gegen die Luzerner; diese verlieren erstmals in dieser Saison zu Hause.

Der Kantersieg am Mittwoch gegen St. Gallen war mehr wert als lediglich zwei Punkte: Das wird in Kriens offensichtlich. Die Thuner wirken beschwingt und gelöst, sie scherzen vor der Begegnung und in der Pause, werfen erneut sehr viele Tore. Wacker, der Verlierer der bisherigen Saison, stellt auf einmal das Team der Stunde. Aufbruchstimmung ist angesagt in der Mannschaft Martin Rubins nach schwierigen Wochen, im Anschluss an den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel gegen den Drittklassierten beträgt dessen Vorsprung auf den zweimaligen Meister noch vier Punkte.

Den Grundstein für den neuerlichen Triumph legen die Gäste in der Startphase; in den ersten sechs Angriffen sind sie stets erfolgreich. Und als sie sich später vorübergehend schwertun, vermögen sie immer wieder Penaltys zu provozieren, Ivan Wyttenbach verwertet sie allesamt.

Am Samstag bestreitet Wacker in der Lachenhalle den letzten Match 2019. Gastieren wird Schlusslicht Basel, das sich Ende letzter Woche mit zwei Spielern aus der Bundesliga verstärkt hatte und sogleich Bern bezwang.

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