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Freire zog mit Boonen gleich

Nach zwei vierten Plätzen hat es auch Oscar Freire geschafft, in der Vuelta zu einem Tagessieg zu gelangen.

Der Spanier liess im Massenspurt der 11. Etappe in Burgos Tom Boonen (Be) knapp hinter sich. Egoi Martinez (Sp) blieb Gesamterster.

Boonen war am Schluss der 3. Etappe in Cordoba siegreich gewesen. Freire jagte seit dem Beginn der Spanien-Rundfahrt vergeblich einem Erfolgserlebnis hinterher. Dieses wurde ihm gestern Mittwochabend in Burogs dank seiner Cleverness beschert.

Rund 3 km vor Schluss des über 178 km führenden Tagespensums war die Maschinerie von Boonens Sportgruppe Quick Step in Schwung gekommen. Paolo Bettini (It) führte das Feld zu einer Geschwindkgiet von über 60 km/h. Danach übernahm die weiteren Helfer des belgischen Sar-Sprinters das Kommando und führten ihren Chef in idealer Position auf die Zielgerade. Doch Boonen musste zu früh die Führung übernehmen, war deshalb dem Wind ausgesetzt und vermochte sich auf den Zielstrich hin nicht mehr zu steigern.

Ein kluger Freire

Freire war gewitzter, hatte sich ans Hinterrad von Boonen geheftet und setzte sich am Schluss knapp durch, obowhl er zuächst klar geschlagen schien. Der frühere dreifache Strassenweltmeister kam so zu seinem insgesamt siebenten Etappensieg in der Vuelta. Die Serie hatte Freire vor acht Jahren mit zwei Tageserfolgen aufgenommen. Der im Tessin wohnhafte Spanier feierte in Burgos seinen zehnten Saisontriumph. Freire hatte unter anderem die 1. Etappe der Tour de Suisse in Langnau im Emmental gewonnen und in der Tour de France das grüne Trikot des punktebesten Fahrers nach Paris gebracht. Heute Donnerstag wird Freire nach der Ankunft un Suances in der Nähe von Torrelavega, woher er stammt, die Rundfahrt verlassen und sich auf die Strassen-WM in Varese (It) vorbereiten.

Auf dem Weg von Calahorra nach Burgos war das klassische Rennschema abgelaufen. Die drei Aussenseiter Serafin Martinez, José Antonio Lopez (beide Sp) und Andrej Griwko (Ukr) glänzten mit einer Vorausfahrt von 140 km, vermochten gegen das Feld aber nicht zu bestehen. Mit der Massenankunft blieb die Spitze des Gesamtklassementes unverändert. Egoi Martinez trägt weiterhin das Leadertrikot – am Donnerstag schon den dritten Tag, was vor ihm in dieser Rundfahrt noch keinem anderen Fahrer gelungen ist.

si/fal

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