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«Es wird nicht einmal mein härtester Kampf»

Wladimir Klitschko steigt wieder in den Ring. Sein Gegner ist der Australier Alex Leapai, der im Vorfeld den Mund ganz schön voll nimmt.

Will Wladimir Klitschko die Stirn bieten: Der Samoa-Australier Alex Leapai.
Will Wladimir Klitschko die Stirn bieten: Der Samoa-Australier Alex Leapai.
Getty Images
Besiegelt: Klitschko bei der Unterzeichnung des Kampfvertrags.
Besiegelt: Klitschko bei der Unterzeichnung des Kampfvertrags.
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Sieg: Den letzten Kampf in Deutschland entschied Dr. Steelhammer durch einen technischen K. o. für sich. Der Gegner war Francesco Pianeta aus Italien.
Sieg: Den letzten Kampf in Deutschland entschied Dr. Steelhammer durch einen technischen K. o. für sich. Der Gegner war Francesco Pianeta aus Italien.
Keystone
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Während Witali Klitschko in der Ukraine gegen die Regierung kämpft, steigt sein jüngerer Bruder Wladimir in sportlicher Hinsicht wieder in den Ring. Am 26. April duelliert sich der 37-Jährige im deutschen Oberhausen mit dem Samoa-Australier Alex Leapai. Dieser ist im Vergleich mit Dr. Steelhammer ein unbeschriebenes Blatt, einzig sein Punktesieg aus dem letzten November gegen Denis Boizow, bis dahin die unbesiegte Nummer 1 der WBO-Weltrangliste, sticht hervor. Dieser Kampf ist es auch, der Leapai berechtigt, Klitschko in einem WM-Kampf zu fordern. Auch der jüngere Klitschko, der erst gestern ein Bild von der Unterzeichnung des Kampfvertrags veröffentlichte, weiss um die Bedeutung dieses Erfolgs: «Es hat mich beeindruckt, wie Leapai sich gegen Boizow durchgesetzt hat: Robustheit, Schlaghärte und viel Herz. Aber er hat auch gezeigt, dass er einstecken kann und sich in der Rolle des Underdogs sehr wohlfühlt.»

Nach seinem Punktesieg gegen Alexander Powetkin im vergangenen Herbst in Moskau wird Klitschko also wieder in Deutschland kämpfen. Zuvor wurde diskutiert, ob der Kampf in Leapais Wahlheimat Australien durchgeführt werden sollte. Aber auch wenn Leapai nicht das Heimpublikum im Rücken hat, grosse Töne spuckt er trotzdem: «Alle reden nur über Wladimirs 61 Siege und darüber, wie grossartig er ist. Ich denke aber nur an seine drei Niederlagen gegen Gegner, die nicht annähernd so hart schlagen wie ich.» Als ob das nicht schon genug wäre, setzt der Linksausleger noch einen drauf: «Ich werde Wladimir besiegen – und es wird nicht einmal mein härtester Kampf.»

Favoritenrolle klar bei Klitschko

Im Angesicht der üblichen Provokationen vor einem Kampf bleibt Klitschko gewohnt bescheiden: «Ich bin gewarnt, werde mich sehr fokussiert auf ihn vorbereiten und freue mich auf diese spannende Herausforderung.» Der Ukrainer ist momentan vierfacher Champion: Er ist sowohl der aktuelle IBF- und IBO-Schwergewichtsweltmeister als auch WBO- und WBA-Superchampion. Leapais Palmares dagegen ist noch etwas mager. Der gebürtige Samoaner stieg 2004 ins Profigeschäft ein und bestritt seither 37 Kämpfe, von denen er 30 gewann – damit liegt er 31 Erfolge hinter Klitschko, der aus seinen 64 Profibegegnungen 61-mal als Gewinner hervorging.

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