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«Es wird eine Schlacht»

Die Unihockey-Weltmeisterschaft der Frauen in Neuenburg ist aus Schweizer Sicht bis jetzt perfekt gelaufen. Am Samstag (17.45 Uhr) kann das Team von Coach Rolf Kern mit einem Sieg im Halbfinal gegen Tschechien ins Endspiel einziehen.

Viel Grund für Jubelstürme: Die Schweizer Frauen haben an der Unihockey-WM bis jetzt einen starken Eindruck hinterlassen.Foto: Freshfocus
Viel Grund für Jubelstürme: Die Schweizer Frauen haben an der Unihockey-WM bis jetzt einen starken Eindruck hinterlassen.Foto: Freshfocus

Gut gefüllte Hallen, überdurchschnittlich hohe Marktanteile bei den TV-Spielen und eine helvetische Auswahl, die in ihren vier Spielen restlos zu überzeugen vermochte: Die Unihockey-Weltmeisterschaft der Frauen in Neuenburg ist aus Schweizer Warte bis anhin ein grosser Erfolg. «Es war Wahnsinn, in diesem Stadion spielen zu dürfen. Wir haben das Publikum miteinbezogen, es war wie eine sechste oder siebte Spielerin», erklärte Trainer Rolf Kern nach dem kapitalen 7:4-Sieg im zweiten Vorrundenspiel gegen Finnland, der gleichbedeutend mit dem Gruppensieg war.

«Die Stimmung war unglaublich, es ist motivierend, vor so einer Kulisse zu spielen», erzählte derweil die Langnauerin Lisa Liechti, welche ansonsten im Ligaalltag für Skorpion Emmental Zollbrück verteidigt. Über 3500 Menschen hatten die Schweizerinnen im wichtigsten Spiel der Vorrunde vor Ort lautstark unterstützt, beinahe 150000 Leute sahen den Sieg live im Fernseher oder im Internet, was einem Marktanteil von satten 30 Prozent entspricht – keine Übertragung auf SRF zwei erreichte an jenem Tag eine bessere Quote.

Positive Energie der Fans

Wenn die Schweizerinnen heute Abend (17.45 Uhr, live auf SRF zwei) in ihrem Halbfinal gegen die Auswahl Tschechiens um den Einzug ins Endspiel vom Sonntag spielen werden, wird ihnen der Support des Heimpublikums in den schmucken Patinoires du Littoral in Neuenburg wieder sicher sein. Der Vorverkauf lief sehr gut, nur noch wenige Tickets sind erhältlich – dasselbe gilt übrigens auch für den Finaltag vom Sonntag.

«Die positive Energie von den Rängen wirkt auf dem Spielfeld wirklich ansteckend», sagt die Emmentalerin Liechti, und Captain Flurina Marti ergänzt: «Wir sind es uns normalerweise nicht gewohnt, dass ein ganzes Stadion hinter einem steht. Das ist einmalig und kann helfen, wenn es eng wird.»

Dabei könnte das heutige Halbfinalduell gegen Tschechien – im anderen Halbfinal trifft der absolute Topfavorit Schweden auf Finnland – durchaus zu einer engen Kiste mutieren. So wie bereits bei der letzten Weltmeisterschaft 2017 in Bratislava, als die Schweizerinnen in einem ausgeglichenen Spiel um Rang drei gegen die Tschechinnen dank drei Toren von Corin Rüttimann 3:2 siegten und sich die Bronzemedaille sicherten.

«Das Halbfinalspiel gegen das Team aus Tschechien wird zu einer absoluten Schlacht. Wir werden bereit sein.»

Lisa LiechtiVerteidigerin im Nationalteam und bei Skorpion Emmental Zollbrück

Nun will die Schweiz gegen Gegnerinnen, mit denen sie sich mindestens auf Augenhöhe befindet, den ersten Finaleinzug an einer Weltmeisterschaft seit 2009 (Niederlage im Endspiel gegen Schweden) auch mit der Unterstützung des Publikums bewerkstelligen.

Meistens enge Duelle

Eine Teilnahme am Finalspiel vom Sonntag (16.30 Uhr) – die Begegnung um Rang drei wird bereits um 13.30 Uhr ausgetragen – würde die bis anhin perfekte Woche der Schweizerinnen veredeln und den Gewinn von Edelmetall beim Heimturnier gewährleisten. Allerdings sind sich die Protagonistinnen der Schwere der Aufgabe gegen die hartnäckigen Osteuropäerinnen bewusst.

«Die Spiele gegen Tschechien waren in der Vergangenheit meistens ziemlich eng. Der Halbfinal wird wohl zu einer absoluten Schlacht, in der wir alles reinwerfen müssen, was uns zur Verfügung steht», sagt Verteidigerin Lisa Liechti.

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