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Enttäuschung für Büchler – Pusterla Siebte

Die Stabhochspringerin Nicole Büchler ist an den EM in Helsinki in der Qualifikation ausgeschieden. Weitspringerin Irena Pusterla verpasste Bronze knapp.

Missratener Wettkampf: Für Nicole Büchler endet die EM mit einer Enttäuschung.
Missratener Wettkampf: Für Nicole Büchler endet die EM mit einer Enttäuschung.
Keystone

Irene Pusterla verpasste im Weitsprung eine Medaille nur knapp. Am Ende fehlten der siebtklassierten Tessinerin 14 Zentimeter zu Bronze. Gleich im ersten Durchgang sprang die Schweizer Rekordhalterin 6,53 m weit. Eine Marke, die sie im Lauf des Wettkampfs nicht mehr zu verbessern vermochte. Im Vergleich zur Qualifikation vermochte sich Pusterla immerhin um neun Zentimeter und einen Rang zu steigern. Ärgern dürfte sich die 24-jährige Psychologiestudentin darüber, dass sie bei ihrem besten Versuch den Balken kaum getroffen hatte und somit einige Zentimeter verschenkte. Um eine Medaille zu gewinnen, hätte Pusterla allerdings ihre Saisonbestleistung von 6,66 m übetreffen müssen.

Gold ging an die Französin Eloyse Lesueur, die bereits in der Qualifikation am weitesten gesprungen war. Die 23-jährige aus Paris setzte mit 6,81 m bereits im ersten Durchgang eine Marke, die keine ihrer Konkurrentinnen mehr erreichte. Für Lesueur ist es der erste Titel an einem Grossanlass. Silber holte Wolha Sudarawa (WRuss/6,74 m), Bronze ging an Margrethe Renstrom (No/6,67 m).

Rückschlag für Büchler

Für Nicole Büchler dagegen endeten die europäischen Titelkämpfe damit bereits, ehe sie richtig begonnen haben. Der Einzug in den Final der besten Zwölf war das Ziel, sogar von einem Medaillengewinn hatte die Schweizer Rekordhalterin im Stabhochsprung geträumt. Vor eineinhalb Wochen hatte sie in Riehen mit 4,60 m ihren eigenen Rekord noch einmal verbessert. Im Olympiastadion von Helsinki erwiesen sich aber bereits 4,15 m als zu hohe Hürde.

Büchler war aufgrund des von der Seite wehenden Windes vorsichtig in den Wettkampf gestartet – zu vorsichtig. Nachdem sie im ersten Durchgang zu nah an die Matte angelaufen und unter der Latte hindurch gesprungen war, riss sie im zweiten und dritten Anlauf deutlich.

Auch Leutert und Fischer hinter den Erwartungen

Ebenfalls eine Enttäuschung setzte es für Astrid Leutert im Halbfinal über 3000 m Steeple ab. Die 24-Jährige stürzte an einem Hindernis und stieg ohne Chance auf den Einzug in den Final 300 m vor dem Ziel aus. Ebenfalls ihr Rennen nicht zu Ende lief Sabine Fischer. Die 39-Jährige gab über 5000 m drei Runden vor Schluss auf. Eine persönliche Bestzeit stellte Kariem Hussein auf. Der 23-jährige Medizinstudent lief im Halbfinal über 400 m Hürden 50,81 Sekunden und verbesserte damit seine bisherige Bestleistung um 0,05 Sekunden. Den Einzug in den Final verpasste er aber deutlich.

Gar nicht nach Helsinki gereist ist Andreas Kundert. Der Hürdensprinter sagte seinen Start wegen einer Quetschung im Oberschenkel, die er sich bei einem Trainingssturz zugezogen hatte, kurzfristig ab.

Lemaitre verteidigt den Titel

Im Zehnkampf der Männer bot Jonas Fringeli einen guten Wettkampf. Der 24-jährige Romand verpasste mit 7719 Punkten zwar seine persönliche Bestmarke um 110 Punkte, vermochte aber seine vor zehn Tagen gezeigte Leistung zu bestätigen und verbesserte zwei Bestleistungen in Einzeldisziplinen. Unter 26 Teilnehmern belegte er am Ende Rang 11.

Christophe Lemaitre bleibt der beste Sprinter Europas. Der Franzose verteidigt in 10,09 Sekunden seinen vor zwei Jahren gewonnen Titel über 100 m. Der 22-Jährige aus Annecy hatte allerdings hart zu kämpfen, ehe er bei einem Gegenwind von 0,7 Metern pro Sekunde als Erster die Ziellinie überquerte. Lemaitres härtester Konkurrent stammte aus dem eigenen Lager. Jimmy Vicaut führte nach 80 Metern, ehe er von seinem Landsmann noch überspurtet wurde. Dritter wurde der in Gambia geborene Norweger Jaysuma Saidy Ndure (10,17).

Für Lemaitre war es bereits der vierte EM-Titel, nachdem er vor zwei Jahren in Barcelona dreimal Gold gewonnen hatte. In Helsinki verzichtet er aufgrund der Olympischen Spiele in London aber auf einen Start über 200 m. In der Sprint-Staffel am Wochenende strebt er zusammen mit Vicaut einen weiteren Titel an.

Lalova überraschte Konkurrenz

Über 100 m der Frauen gewann die Bulgarin Ivet Lalova mit 28 Jahren ihren ersten grossen Titel an internationalen Meisterschaften. Sie setzte sich auf den letzten Metern in 11,28 Sekunden gegenüber der Vorlaufschnellsten Olesja Powh aus der Ukraine durch. Dritte wurde zeitgleich mit Powh (11,32) die Litauerin Lina Grincikaite.

Am zweiten Tag der kontinentalen Titelkämpfe gingen weitere Titel an Pascal Behrenbruch (De/Zehnkampf), Vitezslav Vesely (Tsch/Speer), Olga Golowkina (Russ/5000 m) und Ruth Beita (Sp/Hochsprung).

si/fal

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