Die Mittel gefunden

Floorball Köniz hat die Viertelfinalserie gegen Chur mit zwei Erfolgen neu lanciert und liegt nun mit 2:1 Siegen in Führung.

Auf Halbfinalkurs: Floorball Köniz (von links: Nino Wälti, Stefan Castrischer, Florian Kuchen und Yves Pillichody) hat das Momentum auf seiner Seite.

Auf Halbfinalkurs: Floorball Köniz (von links: Nino Wälti, Stefan Castrischer, Florian Kuchen und Yves Pillichody) hat das Momentum auf seiner Seite.

(Bild: Raphael Moser)

Adrian Lüpold

Mit einem perfekten Wochenende haben die Unihockeyaner von Floorball Köniz den Grundstein für einen erfolgreichen Frühling gelegt. Innerhalb von nur 24 Stunden gewannen die Vorstädter die zwei Playoff-Viertelfinalpartien gegen Chur Unihockey und übernahmen mit 2:1 Siegen die Führung in der Best-of-7-Serie.

Dem nie gefährdeten 10:5-Triumph in der heimischen Weissensteinhalle liessen die Könizer im Bündnerland einen knappen 4:3-Auswärtssieg folgen, womit sie das erste so essenzielle Break in dieser hart umkämpften Serie zweier ausgeglichener Mannschaften realisiert haben und den Heimvorteil nun auf ihrer Seite wissen.

Beflügelt vom samstäglichen Galaauftritt, der mitunter an einen Wettbewerb erinnerte, in dem es vornehmlich darum geht, den spektakulärsten Treffer zu erzielen, demonstrierten die Könizer in Chur nebst spielerischen Fertigkeiten ihre kämpferische, solidarische und physische Seite. «Die Spiele in Chur sind meistens sehr eng und umstritten», sagte Assistenzcoach Etienne Güngerich. Der Auswärtssieg sei mental ungemein wichtig und auch ein Zeichen an den Gegner, der vor eigenem Anhang unbedingt die Scharte vom Samstag habe ausbügeln wollen.

Geringes Gefälle

Nebst den beiden Siegen erlangten die Könizer am Wochenende demnach die Erkenntnis, dass sie über unterschiedliche Mittel verfügen, um die Churer zu kontrollieren respektive in die Schranken zu weisen. «Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dass unsere Taktik zum Erfolg führen kann», erklärte Güngerich. Ob mit der spielerisch feinen Klinge oder mit physischer Präsenz: Einer der grössten Könizer Trümpfe im Hinblick auf die weiteren Duelle bleibt das geringe Gefälle zwischen den einzelnen Blöcken.

Während die Churer am Wochenende in den heiklen Phasen oft die gleichen Spieler forcierten, rotierte Floorball-Coach René Berliat konsequent bis zum Ende der Partien mit drei Formationen. Dies hält einerseits die Intensität hoch und kann gegen Ende eines Spiels zu einem Kräftevorteil führen. Andererseits macht die starke Breite des Kaders die Mannschaft unberechenbar. Als Beleg dafür dient ein Blick auf die Skorerlisten der beiden Partien – bei den total 14 Treffern hatten gleich 11 Spieler ihre Stöcke im Spiel. «Das war schon während der Saison eine unserer Stärken», sagte Güngerich. In den Playoffs kann diese Qualität zu einem entscheidenden Faktor werden.

Präsente Rückkehrer

Auffallend: Die Rückkehr von Leistungsträgern wie dem Schweden Christian Kjellman, Stürmer Samuel Schneiter und Nationalspieler Emanuel Antener – allesamt waren sie längere Zeit verletzungsbedingt ausgefallen – hat dem Team in den letzten Wochen zusätzliche Stabilität verliehen.

«Das sind wichtige Spieler für uns, die sogar noch besser in Form kommen und in engen Spielen den Unterschied ausmachen könnten», resümierte Güngerich. Die Könizer sind am Wochenende so richtig ins Rollen geraten, bleiben aber bescheiden und leben die Maxime, die im Spitzensport so oft zum Zug kommt: «Wir nehmen Spiel für Spiel», hielt Güngerich fest.

Berner Zeitung

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