Die Frauen müssen es richten – einmal mehr

Gstaad

Seit 2012 warten die Schweizer Beachvolleyballer am Turnier in Gstaad auf einen Podestplatz.

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Marco Krattiger Foto: Keystone

(Bild: Keystone)

Marco Oppliger@BernerZeitung

Das Turnier in Gstaad ist zwar das älteste und eines der beliebtesten auf der World Tour, für die Gastgeber ist der Auftritt im Saanenland aber selten mit den ganz grossen Glücksgefühlen verbunden. Erst einmal vermochte ein Schweizer Duo hier zu gewinnen (Patrick Heuscher / Stefan Kobel 2004). Und der letzte Podestplatz liegt mittlerweile sechs Jahre zurück, damals belegten Simone Kuhn und die Frutigerin Nadine Zumkehr Rang 3.

Auch heuer ruhen die Hoffnungen von Swiss Volley auf den Frauen. Nina Betschart /Tanja Hüberli und Joana Heidrich / Anouk Vergé-Dépré sind in der Weltrangliste zwar auf die Positionen 13 und 15 zurückgefallen, doch die beiden Duos sind jederzeit zu einer Topklassierung fähig. So belegten Betschart/Hüberli zum Saisonauftakt beim 4-Sterne-Turnier in Den Haag Platz 3, und Heidrich/Vergé-Dépré mussten sich in Itapema (BRA) erst im Final geschlagen geben.

Diesem Umstand haben die Veranstalter Rechnung getragen: Erstmals überhaupt werden die Frauen die Finalspiele nach jenen der Männer austragen. Mit dieser Massnahme ist die Wahrscheinlichkeit für das Publikum gross, auch am Wochenende in den Genuss von Spielen mit Schweizer Beteiligung zu kommen.

Krattiger muss passen

Bei den Männern kam es nach letzter Saison abermals zu einer Rochade. So spielt Mirco Gerson seit Anfang Jahr mit Joana Heidrichs Bruder Adrian zusammen. Und für den Belper Gerson, der im letzten Jahr mit Michiel Zandbergen nie richtig auf Touren kam, scheint sich die neue Konstellation aus­zuzahlen. Der 25-jährige Defensivspezialist und der Blocker Heidrich belegten am 3-Sterne-Turnier in Luzern Rang 3, und zuletzt überstanden sie an jedem Turnier die Qualifikation, weshalb ihnen aus helvetischer Optik am meisten zugetraut werden darf.

Umso mehr, da in Gstaad ­Nico Beeler / Marco Krattiger – das beste Schweizer Duo – nicht dabei sein wird. Krattiger zog sich im Juni bei einem Sprint einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu. Weil das Tandem hinsichtlich der nächste Woche stattfindenden EM nichts riskieren will, lässt es das Heimturnier aus.

«Mit dem Heilungsverlauf bin ich sehr zufrieden, aber die Muskelfasern sind noch zu wenig gut zusammengewachsen», sagt Krattiger. Gleichwohl wird er diese Woche in Gstaad sein, um zu trainieren – und zumindest ein wenig zu hadern. «Dass ich hier nicht spielen und zeigen kann, für was wir die ganze Zeit trainieren, ist extrem hart.»

Berner Zeitung

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