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Die doppelten Siegerinnen aus Bern

Die Damen des VBC Münchenbuchsee schreiben eine Erfolgsgeschichte. Letzte Saison kamen sie als Aufsteigerinnen in die NLB – und gewannen diese prompt. Folgt nun der nächste Aufstieg?

Im Freudentaumel: Trainer und Spielerinnen des VBC Münchenbuchsee feiern den Meistertitel in der NLB.
Im Freudentaumel: Trainer und Spielerinnen des VBC Münchenbuchsee feiern den Meistertitel in der NLB.
Iris Andermatt

22 von 26 Partien konnten die Frauen des VBC Münchenbuchsee in dieser NLB-Saison gewinnen und stehen nach sechs Monaten Wettkampf als Gewinnerinnen der Liga fest. Und das, nachdem die Berner Equipe nur eine Saison zuvor von der 1. Liga aufgestiegen war.

«Am Anfang der Meisterschaft waren wir schon etwas überrascht, dass wir auch eine Liga höher fast alle Gegnerinnen in ihre Schranken wiesen», sagt Münchenbuchsee-Captain Sara Schüpbach im Rückblick auf die erfolgreiche Saison. Die 30-Jährige ist eine von vier ehemaligen NLA-Spielerinnen im Kader von Buchsi. «Wir vier haben uns bewusst dazu entschieden, eine Liga tiefer zu spielen», erklärt sie.

Vom Jäger zum Gejagten

Als im Laufe der Meisterschaft klarwurde, wie weit vorne sich ihr Team platzieren könnte, wurde auch über einen möglichen Aufstieg in die NLA gesprochen. «Die Equipe hat sich gemeinsam mit dem Klub dazu entschieden, dass dies keine Option wäre», führt Sara Schüpbach aus. Das bestätigt auch der Präsident des Berner Vereins, Benjamin Guazzini: «Wir setzen auf ein nach­haltiges Nachwuchskonzept, bei einem Aufstieg hätten die jungen Spielerinnen weniger profitiert.»

Ausserdem sei der Schritt in die NLA nochmals grösser als derjenige von der 1. Liga in die NLB. Mit den aktuellen Strukturen des Vereins können die Juniorinnen in der 2. Liga Spielpraxis sammeln und langsam in die erste Equipe integriert werden. So haben sie nicht zwei Ligen, sondern nur eine dazwischen, um sich auf das höhere Niveau vorzube­reiten.

«Auch so muss sich das Team in der nächsten Saison beweisen, es wird eine ganz andere Rolle haben als in diesem Jahr als Auf­steiger», sagt Guazzini. Das sieht auch Sara Schüpbach so: «Es werden ganz neue Herausforderungen auf das Team zukommen.

Alle werden schon von Anfang an viel mehr erwarten», meint sie. Deshalb freut sie sich umso mehr, dass mit ganz wenigen Ausnahmen das Kader zusammenbleibt, um eine weitere Spielzeit in Angriff zu nehmen. Und sie ist sich sicher: «Die gute Stimmung, die bei uns herrscht, wird uns auch im nächsten Jahr weit bringen.»

Trainerjob aus Leidenschaft

Einer der wenigen Abgänge im Ensemble des NLB-Meisters wird Trainer Fabian Bünger sein. Aus privaten Gründen könne er das Traineramt nach vier Jahren nun nicht mehr weiterführen, erklärt Vereinspräsident Guazzini. Die Suche nach einem Nachfolger gestaltet sich nicht ganz so einfach.

«Die Leidenschaft für den Sport muss im Vordergrund stehen – und nicht das Geld», sagt Captain Schüpbach. Der Aufwand von drei Trainings pro Woche und manchmal zwei Spielen am Wochenende sei halt nicht zu unterschätzen.

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