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Den Dominoeffekt nutzen

Floorball Köniz befindet sich nach zuletzt sechs Siegen in Folge in bestechender Form und testet am Samstag im Spitzenkampf in den Weissensteinhallen (18.00 Uhr) Leader GC.

Hatten zuletzt viel zu jubeln: Yves Pillichody, Oliver Schmocker und Jonas Ledergerber (von links) feiern einen Könizer Treffer.
Hatten zuletzt viel zu jubeln: Yves Pillichody, Oliver Schmocker und Jonas Ledergerber (von links) feiern einen Könizer Treffer.
Andreas Blatter

Es ist eine Art Dominoeffekt: Gelingt einer Sportmannschaft eine Siegesserie, löst dies eine ganze Reihe von positiven Nebeneffekten aus. Das Selbstvertrauen der Akteure steigt kontinuierlich, was wiederum dafür sorgt, dass die Athleten ihr Potenzial besser ausreizen und eher Dinge wagen, die den Erfolg auf dem Spielfeld begünstigen. Siege am Laufmeter kitten überdies das Teamgefüge, sorgen für eine gute Stimmung im Umfeld und beeindrucken nicht zuletzt auch die Konkurrenz.

Die Akteure von Floorball Köniz reiten gerade auf einer bemerkenswerten Erfolgswelle durch die Schweizer Unihockeyhallen. Sechs Siege in Folge reihte das Ensemble von Trainer Jiry Korsman zuletzt in der Nationalliga A aneinander, bestach dabei vor allem durch ausgeprägten Torhunger und defensive Stabilität.

Und so überrascht es keineswegs, wenn Captain Stefan Castrischer vor dem Spitzenkampf in den Weissen­steinhallen (18 Uhr) gegen Tabellenführer GC von einem «extrem guten Gefühl» innerhalb des Teams spricht. «Die Mischung stimmt. Wir sind inzwischen sehr gut eingespielt und gehen gefestigt und mit viel Selbstvertrauen in die Partien», erzählt der 27-jährige Verteidiger.

Die Balance stimmt

Nach einem eher schwachen Saisonstart mit eindeutig zu vielen Gegentreffern, die zu einigen knappen Niederlagen führten, haben die Vorstädter inzwischen die Balance zwischen defensiver Solidität und Spektakel im Angriff hingekriegt und sich in der Rangliste auf Rang 4 emporgekämpft. «Es ist das Produkt harter Arbeit, die sich zu lohnen scheint. Es brauchte zwar Geduld, aber inzwischen passen die Mechanismen immer besser, und wir schaffen es, eine Konstanz in unser Spiel reinzubringen», erzählt Castrischer.

Seit mittlerweile gut 18 Monaten coacht der Finne Jiry Korsman die junge Mannschaft der Berner Vorstädter. Immer besser scheinen die Akteure die taktischen Ideen des Skandinaviers zu implementieren und auf dem Parkett umzusetzen.

ie Könizer versuchen aggressiver zu verteidigen und mehr Druck auf den ballführenden Gegner auszuüben als etwa noch im Meisterjahr 2018, als die Equipe die Konkurrenz oftmals mit einem simplen, aber perfekten Konterspiel überrumpelt hatte. «Wir schaffen es immer besser, unser aggressives Defensivspiel zu verfeinern. Klappt es wie gewünscht, wirkt sich dies auch positiv auf die Offensive aus», erklärt Castrischer.

Am meisten Tore in der Liga

Mit ihrem attraktiven Spielstil gehören die Könizer längst zu den Spektakelmachern der gesamten Liga. Sie jagten den Lochball in 14 Partien bereits 103-mal in die Maschen der Gegner und erzielten somit sogar noch einen Treffer mehr als Tabellenführer GC.

Im Durchschnitt fallen in den Partien mit Könizer Beteiligung mit Abstand am meisten Treffer in der Nationalliga A. Der Vergleich mit dem im Angriff ebenfalls starken Leader GC könnte deshalb zu einer weiteren Offensivshow mutieren. «Ein offener Schlagabtausch gegen GC ist möglich. Schon in der Vergangenheit gab es in diesem Duell oft sehr viel Tore», meint Castrischer.

Nach den hervorragenden Ergebnissen in den letzten Wochen können die Könizer ohne jeglichen Druck, aber mit ganz viel Lust und vor allem mit grossem Selbstbewusstein in das Spitzenduell steigen. «Intern erachten wir das Spiel gegen GC als den perfekten Test, ob wir schon so weit sind, auch gegen ein absolutes Spitzenteam unser Spiel durchzubringen. Die Vorfreude ist riesig», sagt Captain Castrischer.

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