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Das müssen Sie zur Kunstturn-EM wissen

Wo gibt es noch Tickets? Wann turnen die Schweizer? Und wie heissen eigentlich all die Geräte? Hier finden Sie die wichtigsten Infos rund um die Kunstturn-EM in Bern.

Der Modus

Auf europäischer Ebene wechseln sich bei den Frauen und Männern der Einzel-Mehrkampffinal und der Mannschaftsfinal jährlich ab. In geraden Jahren kämpfen die besten Teams um Medaillen, zusätzlich finden die Einzel-Gerätefinals statt. Somit kann Giulia Steingruber ihren Mehrkampf-Titel, den sie im letzten Jahr in Montpellier (Fr) gewann, in Bern nicht verteidigen.

Bei den Juniorinnen und Junioren werden in allen Disziplinen Medaillen vergeben. Dies, weil die Qualifikation als Mannschaftswettkampf gilt, sich die 24 besten Allrounder für die Mehrkampffinals und die 8 Besten pro Gerät für die Gerätefinals qualifizieren (beide begrenzt auf zwei Teilnehmer pro Nation).

Bei den Frauen und Männern qualifizieren sich die besten 8 Teams für den Final. In die Entscheidung an den Einzelgeräten schaffen es die 8 Besten der Qualifikation (begrenzt auf 2 pro Nation). Bei den Frauen und Männern stehen an jedem Gerät pro Nation drei Athleten im Einsatz, alle drei Noten kommen in die Wertung. Bei den Juniorinnen und Junioren dagegen gibt es eine Streichnote.

Die Bewertung

Die Leistung der Kunstturner wird durch Kampfrichter bewertet. Die Endnote setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Dem Schwierigkeitsgrad der Übung (D-Note) und der Ausführung (E-Note). Für die D-Note zählen bei den Männern die zehn, bei den Frauen die acht schwierigsten Elemente. Die E-Note startet bei 10,00 Punkten. Davon werden für technische Fehler und Haltungsfehler Abzüge gemacht.

Als Fehler wird eine Abweichung von der perfekten Ausführung gesehen. Dabei werden beispielsweise für kleine Fehler 0,1 Punkte, für mittlere Fehler 0,3 Punkte und für grosse Fehler 0,5 Punkte abgezogen.

Die Geräte

Die Junioren und Männer turnen an Barren, Reck, Boden, Sprung, Ringen und Pauschenpferd. Die Juniorinnen und Frauen turnen an Boden, Sprung, Schwebebalken und Stufenbarren.

Die Teilnehmer

37 Länder sind bei den Wettkämpfen der Männer vertreten. Insgesamt werden 165 Turner ihr Können zeigen. Bei den Junioren nehmen 158 Turner aus 34 Ländern teil. 38 Nationen werden im Wettkampf der Frauen mit insgesamt 157 Turnerinnen vertreten sein. Das Teilnehmerfeld der Juniorinnen bilden 140 Turnerinnen aus 34 Nationen.

Die Stars

Oleh Wernjajew dürfte die Zuschauer in der Postfinance-Arena entzücken. Der Ukrainer ist amtierender Mehrkampf-Europameister, 2014 gewann er WM-Gold am Barren.

Das Kunstturnen erlebte in den letzten Jahren in Grossbritannien einen unglaublichen Aufschwung. 2012 gewannen die Briten an den Olympischen Spielen in London mit dem Team Bronze, zu jener Equipe zählte auch Max Withlock. An der WM in Glasgow sicherte sich der 23-Jährige Silber am Boden und mit der Mannschaft und kürte sich am Pauschenpferd zum Weltmeister.

Nicht verstecken müssen sich die Schweizer: Teamcaptain Pablo Brägger wurde an der EM 2015 Dritter am Boden, Christian Baumann Zweiter am Barren. Und: Im selben Jahr ­waren die Schweizer an der WM hinter Grossbritannien und Russland die drittbeste europäische Equipe – das lässt für die Heim-EM hoffen.

Wie ihre männlichen Pendants dürften in Bern die Britinnen ein Wörtchen um die Medaillenvergabe mitreden. Mit dem Team holten sie im Herbst WM-Bronze. Angeführt wird diese Equipe von Becky Downie, welche an der EM 2015 Silber am Stufenbarren und am Schwebebalken gewann.

Zu den Topfavoritinnen darf zweifellos Giulia Steingruber gezählt werden. Alles andere als ein ­Medaillengewinn in ihren Paradedisziplinen Sprung und Boden wäre für die 22-Jährige eine Enttäuschung.

Der Zeitplan

25. Mai, 10 Uhr bis 20.40 Uhr: Qualifikationswettkampf Junioren (die Schweiz startet ab 18 Uhr in der Subdivision 3).

26. Mai, 10 Uhr bis 20.15 Uhr: Qualifikationswettkampf Männer (die Schweiz startet ab 18 Uhr in der Subdivision 3).

27. Mai, 18.30 Uhr bis 21 Uhr: Mehrkampffinal Junioren.

28. Mai, 14.30 Uhr bis 17.10 Uhr: Teamfinal Männer.

29. Mai, 10.30 Uhr bis 17.20 Uhr: Gerätefinals Junioren und Männer.

1. Juni, 10 Uhr bis 20.20 Uhr: Qualifikationswettkampf Juniorinnen (die Schweiz startet ab 18 Uhr in der Subdivision 4).

2. Juni, 10 Uhr bis 19.20 Uhr: Qualifikationswettkampf Frauen (die Schweiz startet ab 17.30 Uhr in der Subdivision 4).

3. Juni, 19 Uhr bis 20.50 Uhr: Mehrkampffinal Juniorinnen.

4. Juni, 17 Uhr bis 18.50 Uhr: Teamfinal Frauen.

5. Juni, 11 Uhr bis 17.40 Uhr: Gerätefinals Juniorinnen und Frauen.

Die Tickets

In der Postfinance-Arena stehen während der EM sämtliche Sitzplätze, plus zusätzliche VIP-Plätze zur Verfügung. Die Gerätefinals der Frauen und Juniorinnen am 5. Juni sind mit rund 6500 Zuschauern bereits ausverkauft. Sonst sind für alle Wettkampftage noch Tickets an der Tageskasse verfügbar.

Die Bernerzeitung.ch berichtet in Text und Bild von den Wettkämpfen. Kontakt und weitere Informationen www.em-bern2016.ch

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