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Wacker Thun zeigt zwei Gesichter

Spitzenreiter Wacker überzeugt bei Schlusslicht Endingen bloss in der zweiten Hälfte und gewinnt 29:25. Nationalspieler Jonas Dähler feiert sein Comeback.

Umkämpft: Zwei Endinger stellen sich Reto Friedli in den Weg.
Umkämpft: Zwei Endinger stellen sich Reto Friedli in den Weg.
Patric Spahni

Sollten sie das Ziel verfolgt haben, den zehn Tage davor in Zürich hingelegten Vortrag zu imitieren, so blicken die Leute von Wacker Thun auf einen gelungenen Abend zurück. Wie damals bei GC Amicitia traten die Berner Oberländer auswärts gegen ein Team an, das zum Zeitpunkt der Partie den letzten Platz belegte.

Erneut stimmten in der ersten Hälfte Einstellung und Abwehrverhalten nicht. Wieder gingen sie ge­gen einen Aussenseiter mit einem Rückstand in die Pause. Auch diesmal steigerten sie sich und kassierten wesentlich weniger Tore. Und abermals feierten sie einen am Ende ungefährdeten Sieg. 29:25 schlug Martin Rubins Team Aufsteiger Endingen.

Den Grundstein zum Erfolg legten die Gäste zu Beginn des zweiten Umgangs. Dabei profitierten sie von desaströsen 10 Minuten der Aargauer. Diese hatten beim Seitenwechsel 15:14 geführt. Nach dem Start in die zweite Halbzeit lag der Tabellenführer 19:15 vorn, ohne an die Leistungsgrenze gegangen zu sein.

Endingen hinterlässt in diesen Wochen ja gemeinhin einen seltsamen Eindruck. Anfang Monat trat Coach Peter Szilagyi zurück, er und die Klubverantwortlichen waren offenbar uneins gewesen in Bezug auf die Besetzung einzelner Kaderpositionen.

In der Folge verlor der ordentlich in die Saison gestartete Aufsteiger dreimal, so erlitt er Kanterheimniederlagen gegen Winterthur und Schaffhausen. Am Mittwoch nun agierten die Aargauer inspiriert und entschlossen. Dazu, ein Spitzenteam ernsthaft zu gefährden, fehlt ihnen indes die Qualität.

Wacker feierte derweil den neunten Sieg in Serie. Lenny Rubin (6 Tore) und der am Mittwoch nicht uneingeschränkt überzeugende Lukas von Deschwanden (5) waren zum wiederholten Mal die produktivsten Thuner, während Sven Krainer und Roman Caspar erneut nicht auf Touren kamen. Einen guten Abend erwischte Keeper Flavio Wick, der gegen Ende der ersten Hälfte eingewechselt worden war, achtmal parierte und nebenbei zwei Treffer erzielte. Das Tor der Endinger war jeweils leer gestanden.

Die Rückkehr und der Ausfall

In die Mannschaft zurückgekehrt ist der genesene Nationalspieler Jonas Dähler. Der Rechtsflügel gelangte zu seinem ersten Saisoneinsatz und nutzte beide Möglichkeiten, die sich ihm ge­boten hatten.

Mit Luca Linder konnte derweil ein anderer prominenter Aussenakteur nicht mittun. Der 29-Jährige hatte sich im Abschlusstraining eine leichte Adduktorenzerrung zugezogen. Er fehlte genauso wie der noch immer an den Folgen seiner in Zürich erlittenen Gehirnerschütterung leidende Abwehrspezialist Stefan Huwyler.

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