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Tapferer Laaksonen muss sich gegen Goliath geschlagen geben

Aufopfernd gekämpft: Henri Laaksonen verliert seine Davis-Cup-Partie gegen den haushohen Favoriten Andreas Seppi in vier Sätzen. Die Schweiz liegt nun 0:2 zurück.

Tapfer gekämpft: Der Schweizer Henri Laaksonen (ATP 174) verliert gegen den haushohen Favoriten Andreas Seppi (ATP 40) in vier Sätzen 7:5, 7:6, 3:6, 6:3 .
Tapfer gekämpft: Der Schweizer Henri Laaksonen (ATP 174) verliert gegen den haushohen Favoriten Andreas Seppi (ATP 40) in vier Sätzen 7:5, 7:6, 3:6, 6:3 .
Gabriele Putzu, Keystone
Andreas Seppi war in den entscheidenden Momenten eine Spur besser als der 23-jährige Schweizer.
Andreas Seppi war in den entscheidenden Momenten eine Spur besser als der 23-jährige Schweizer.
Gabriele Putzu, Keystone
Paolo Lorenzi lässt sich vor dem Heimpublikum feiern.
Paolo Lorenzi lässt sich vor dem Heimpublikum feiern.
Gabriele Putze, Keystone
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Chiudinelli (ATP 146) verlor das erste Einzel der Weltgruppen-Partie auf einem Indoor-Sandplatz in Pesaro gegen Lorenzi (ATP 54) in 4:43 Stunden 6:7 (14:16), 3:6, 6:4, 7:5, 5:7, nach dem er selber drei Matchbälle gehabt hatte. Der 34-jährige Basler hatte im einen 0:2-Satzrückstand aufgeholt und im Entscheidungsdurchgang 5:2 geführt. Bei diesem Spielstand musste er sich medizinisch behandeln lassen und gewann danach kein Game mehr. Bei 5:4 und 0:40 hatte er bei Aufschlag Lorenzis allerdings drei Matchbälle hintereinander, konnte aber keinen nutzen.

Anschliessend agierte auch Henri Laaksonen (ATP 174) gegen Andreas Seppi (ATP 40) über weite Strecken ebenbürtig, aber eben auch zu wenig effizient. Im ersten Satz vergab der Schweizer, der vor einem Jahr in Belgien noch beide Einzel in fünf Sätzen gewonnen hatte, alle drei Breakchancen, während der Südtiroler seine einzige Möglichkeit zum 7:5 gleich nutzte. Auch im zweiten Durchgang führte der couragiert aufspielende Laaksonen mit einem Break, erst im dritten konnte er einen Vorsprung ins Ziel bringen. Letztlich setzte sich jedoch der deutlich erfahrenere Seppi in knapp drei Stunden 7:5, 7:6 (7:4), 3:6, 6:3 durch. Schwacher Trost für Laaksonen: Er hatte nur drei Punkte weniger gewonnen als der Italiener - aber eben die falschen.

Unglücklicher 0:2-Rückstand

Damit liegt die Schweiz nach dem ersten Tag 0:2 im Rückstand und muss das Doppel vom Samstag und beide Einzel am Sonntag gewinnen, um noch in die Viertelfinals einzuziehen. "Es war ein langes Spiel, da gibt es immer Aufs und Abs", wollte Chiudinelli nicht den physischen Problemen die Schuld für die Niederlage geben. Er zeigte sich vielmehr zufrieden mit seinem Spielniveau. "Ich hatte genug Chancen, meine Taktik hat funktioniert. Am Ende habe ich einfach einen Ball nicht gut genug gespielt." Er trauerte nicht zuletzt dem Verlust des ersten Satzes nach, als er der klar bessere Spieler gewesen sei. "Dann wäre vielleicht alles anders gelaufen."

"Ich werde auch diese Schlappe wegstecken", versicherte Chiudinelli nach seinem erst zweiten Fünfsatz-Match im Davis Cup. Den ersten hatte der Davis-Cup-Veteran bei seinem Debüt vor elf Jahren in Freiburg gegen den Niederländer Sjeng Schalken ebenfalls verloren. Er glaubte, er werde für das Doppel am Samstag wieder bereit sein. "Bis 16 Uhr habe ich ja genügend Zeit."

(SI)

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