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Nadals Abrechnung mit Fussballern

Der bekennende Real-Fan hat genug vom Betrug auf den Fussballplätzen und sagt, wie Schwalben und versteckte Fouls aufhören würden.

Schimpft über Betrug von Fussballern: Rafael Nadal.
Schimpft über Betrug von Fussballern: Rafael Nadal.
EPA/Mariscal
Der Tennisstar ist bekennender Real-Fan, obwohl er zuletzt beim Europa-League-Spiel zwischen Atlético und Arsenal war.
Der Tennisstar ist bekennender Real-Fan, obwohl er zuletzt beim Europa-League-Spiel zwischen Atlético und Arsenal war.
EPA/Juanjo Martin
Aktuell bestreitet der Spanier das Sandplatzturnier in Madrid.
Aktuell bestreitet der Spanier das Sandplatzturnier in Madrid.
EPA/Mariscal
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Es war eine hitzige Partie, das Duell zwischen Barça und Real Madrid vom Sonntagabend. Ein Clásico mit vielen strittigen Szenen und einem unglücklichen Schiedsrichter. Klar, dass das Spiel in Spanien tags drauf Thema Nummer eins war – sogar im Tenniszirkus.

Während einer Medienkonferenz im Rahmen des ATP-Turniers in Madrid wurde Rafael Nadal gefragt, was er von der Partie und insbesondere von Schiedsrichter Alejandro José Hernández Hernández hielt. Es begann ein für Nadal untypischer Monolog, der zur Abrechnung mit Fussballern wurde. «Ich werde nicht über den Schiedsrichter sprechen, ihr Journalisten übt schon genug Druck auf ihn aus», begann der Mallorquiner. Es sei in Reals eigenen Händen gewesen, die Partie dank 45-minütiger Überzahl zu gewinnen: «Da bringt es nichts, den Schiedsrichter weiter unter Druck zu setzen und Öl ins Feuer zu giessen.»

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Bilder: Ein gehässiger Clásico

Ein intensiver Clásico, bei dem es eigentlich um nichts mehr ging: Der Meister aus Barcelona und Champions-League-Finalist Real Madrid (hier Sergio Ramos) trennen sich spektakulär 2:2.
Ein intensiver Clásico, bei dem es eigentlich um nichts mehr ging: Der Meister aus Barcelona und Champions-League-Finalist Real Madrid (hier Sergio Ramos) trennen sich spektakulär 2:2.
Alejandro Carcia, Keystone
Das Spiel war schon früh emotionsgeladen, vor allem wegen und mit Luis Suarez. Schon nach wenigen Minuten fordert der Uruguayer einen Penalty, kriegt ihn nicht, regt sich fürchterlich auf und legt sich mit Keylor Navas an.
Das Spiel war schon früh emotionsgeladen, vor allem wegen und mit Luis Suarez. Schon nach wenigen Minuten fordert der Uruguayer einen Penalty, kriegt ihn nicht, regt sich fürchterlich auf und legt sich mit Keylor Navas an.
Manu Fernandez, Keystone
Dabei bleibt es dann. Auch weil der Schiedsrichter mit dem illustren Namen Hernandez Hernandez Real Madrid einen klaren Penalty verwehrt. Jordi Alba holt Marcelo beim Versuch den Ball zu treffen regelwidrig von den Beinen. Für das anschliessende Reklamieren sieht auch er die gelbe Karte.
Dabei bleibt es dann. Auch weil der Schiedsrichter mit dem illustren Namen Hernandez Hernandez Real Madrid einen klaren Penalty verwehrt. Jordi Alba holt Marcelo beim Versuch den Ball zu treffen regelwidrig von den Beinen. Für das anschliessende Reklamieren sieht auch er die gelbe Karte.
Alejandro Garcia, Keystone
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Besonders auf die Palme bringen Nadal die versteckten Fouls und Schwalben, die das Leben der Unparteiischen zusätzlich erschweren: «Wenn am Montag jeweils ein Einzelrichter sich um die Betrugsfälle auf dem Fussballplatz kümmern und die Spieler dafür sperren würde, hätten die Schiedsrichter einen viel einfacheren Job.»

Er sei zwar ein grosser Fan des Fussballs, aber es sei für ihn an der Zeit, diesen Unsitten ein Ende zu bereiten: «Wenn die Betrüger am Montag gesperrt werden, wäre diese Show schnell zu Ende, aber offensichtlich besteht kein Interesse daran.» Einen ersten Schritt in diese Richtung haben sie in England gemacht. Seit der aktuellen Saison kann ein Spieler nachträglich gesperrt werden, wenn er durch eine Schwalbe einen Penalty erschlichen hat. Und in Spanien wird ab kommender Spielzeit der Videobeweis eingeführt – im Gegensatz zur Champions League.

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