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Murray findet Tennis-Ranking eine Farce

Andy Murray hat seine Verletzung auskuriert und kehrt im Queen's Club mit viel Biss auf die Tour zurück. Der Schotte kritisiert vor dem ersten Ernstkampf auf Rasen die neusten Verschiebungen im Ranking.

Sieht genau hin: Andy Murray hat erkannt, dass ein Zweijahresranking aussagekräftiger wäre.
Sieht genau hin: Andy Murray hat erkannt, dass ein Zweijahresranking aussagekräftiger wäre.
Keystone

In den letzten Wochen ist es ruhiger geworden um Andy Murray, der verletzungsbedingt fast einen Monat pausieren musste. Lediglich wer dem Schotten auf Twitter folgt, sah Bilder, die ihn beim Pilates zeigen, oder konnte regelmässige Kommentare zu Tennismatchs befreundeter Spieler und TV-Shows lesen.

Dass der Brite aber auch vor ernsthaften Themen nicht zurückschreckt, zeigte er einmal mehr in London, wo er im ehrwürdigen Queens Club nach seiner Verletzungspause auf die Tour zurückkehrt und das Vorbereitungsturnier für Wimbledon bestreitet. Anlass zur Sorge gab Murray die neuste Veränderung in der Weltrangliste, wo Nadal trotz einer Saisonbilanz von 43:2 Siegen auf Platz 5 abgerutscht ist. «Wenn man im Tennis vier oder fünf Monate verpasst, ist es fast unmöglich, sein Ranking zu halten», sagt Murray.

«Nadal wird also in der Setzliste von Wimbledon Platz 5 belegen, was sehr hart ist, weil er besser ist als Position 5», erklärt der 26-Jährige, wohl wissend, dass er bei seinem Heim-Major schon in den Viertelfinals auf Nadal treffen könnte. Bei den Buchmachern wird der Mallorquiner als Nummer 3 gehandelt, doch Murray weiss: «So wie er beim French Open gespielt hat, kann er jeden schlagen.»

Die Weltnummer 2 aus Grossbritannien kritisiert aber nicht nur, sondern bringt auch Vorschläge zur Anpassung des Rankings. «Im Golf zum Beispiel basiert die Rangliste auf den letzten zwei Jahren, was den besten Spielern erlaubt, trotz einer Verletzung ihr Ranking zu halten.» Tatsächlich sähe bei einem solchen System die Rangliste anders aus: Die klare Nummer 1 über die letzten zwei Jahre bliebe Novak Djokovic. Hinter ihm läge Nadal, der in diesem Jahr schon mehr Punkte gesammelt hat als in der gesamten letzten Saison. Auf der 3. Position läge dann der Schotte selbst, gefolgt von Roger Federer und David Ferrer.

Murrays erster Einsatz nach der Verletzung

Morgen wird sich zeigen, wie Murray seine eigene Verletzung überstanden hat. Er startet gegen den Sieger der Partie Nicolas Mahut - Rhyne Williams in das Rasenturnier, welches der Schotte besonders mag. «Ich liebe es, in den Queen's Club zurückzukehren, es ist eines der am besten organisierten Turniere des Jahres», twitterte Murray bei seiner Ankunft in London.

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