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Mit der Hilfe eines Psychiaters

Am Freitag trifft Roger Federer in seinem zehnten Wimbledon-Halbfinal auf Andy Murray. Der Schotte, der hier 2013 den Titel geholt hat, wirkt gelassener als auch schon.

Konzentriert: Andy Murray hat die ersten fünf Runden souverän überstanden – genau wie Halbfinalgegner Roger Federer.
Konzentriert: Andy Murray hat die ersten fünf Runden souverän überstanden – genau wie Halbfinalgegner Roger Federer.
Keystone

Andy Murray sitzt nach dem Wimbledon-Achtelfinal gegen Ivo Karlovic im Interviewraum, er wirkt unkonzentriert, weil er die elektronische Resultattafel absucht. Plötzlich ballt er beide Fäuste und sagt fröhlich: «Sorry, mein Bruder hat soeben gewonnen. Wo waren wir verblieben?»

Auf dem Tennisplatz hingegen ist der Schotte, dessen älterer Bruder Jamie ein ziemlich erfolgreicher Doppelspezialist ist, vielleicht so konzentriert und vor allem so ruhig wie noch nie. Er wird nie so entspannt sein wie Roger Federer, das entspräche nicht seinem Charakter. Aber Murray hadert nicht mehr so oft mit dem Schicksal, und die Schimpftiraden gegen den eigenen Betreuerstab sind rar geworden. Diese Verhaltensänderung kommt nicht von ungefähr.

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