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Jugendtrainerin sorgt sich um Djokovics Psyche

Novak Djokovics Entdeckerin Jelena Gencic glaubt, dass der serbische Tennisstar mit persönlichen Problemen zu kämpfen hat und deshalb seit Frühling kein Turnier mehr gewinnen konnte.

Negative Körpersprache: Novak Djokovic (ATP 2).
Negative Körpersprache: Novak Djokovic (ATP 2).
Keystone

Im vergangenen Jahr machte Novak Djokovic einen nahezu unwiderstehlichen Eindruck. Er gewann bis auf das French Open alle Grand-Slam-Turniere und manövrierte sich selbst aus den unangenehmsten Situationen, etwa in den US-Open-Halbfinals, als er gegen Roger Federer zwei Matchbälle abwehrte. In der laufenden Saison verpasst der 25-Jährige seine Ziele aber reihenweise – zuletzt streckte er sich an den Olympischen Spielen als Vierter vergeblich nach einer Medaille.

«Das hätte ich niemals erwartet. Nole hat definitiv persönliche Probleme, die er nicht offenlegen will», sagte Djokovics Jugendtrainerin Jelena Gencic. «Ich hoffe, sein Team versteht, warum er nicht sein bestes Tennis zeigen kann, und was sein spielerisches Niveau beeinträchtigt.» Gencic, die schon mit der früheren Weltranglistenersten Monica Seles zusammenarbeitete, erklärte, sie sei überrascht, dass Djokovic an den Spielen müder gewirkt habe als seine Rivalen. Dies war auch im kleinen olympischen Final gegen den Argentinier Juan Martin Del Potro augenfällig. Djokovic zeigte bei der 5:7, 4:6-Niederlage eine ungewohnt negative Körpersprache.

«Vor ein paar Tagen», so die Gencic, habe ich in der Zeitung die Schlagzeile ‹Nun gehe ich trotzdem nach Toronto› gelesen. «Was bedeutet ‹trotzdem›? Ich mache mir Sorgen, weil er immer wieder sagt, er sei müde. Er muss herausfinden, ob es physische oder mentale Erschöpfung ist.» In Toronto, wo Roger Federer erholungshalber fehlt, ist Djokovic als Nummer 1 gesetzt. Er beginnt seinen Parcours am Masters-1000-Turnier heute gegen den Australier Bernard Tomic und hat als Vorjahressieger 1000 Punkte zu verteidigen. Derzeit liegt er im Ranking 165 Zähler hinter Federer, dem durch den Verzicht auf das Canadian Open 90 Punkte aus der Wertung fallen. Djokovics letzter Turniersieg datiert vom 1. April, als er im Final von Key Biscayne Andy Murray bezwang.

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