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«Ich war auf das Worst-Case-Szenario vorbereitet»

Roger Federer besiegt den deutschen Nobody Oscar Otte 6:4, 6:3, 6:4 und spricht danach über sein Outfit und die Begeisterung des Pariser Publikums.

Federer demonstriert beim Matchball sein Händchen. Video: SRF

Das Trikot, das Sie in der ersten Runde trugen, erinnert an die Uniform eines internationalen Kurierservices. Was sind Ihre Gedanken zum Design?

Ich kann Ihnen sagen, dass der Kurierservice nicht als Inspiration diente. Wir versuchten, mehr in die 1970er-Jahre zurückzugehen. Ich habe bisher nie einen braun- und créme-farbenen Dress getragen und dachte, das würde gut aussehen. Die Leute von Uniqlo dachten dasselbe. Als wir das Outfit sahen, gefiel es uns allen. Ich weiss, dass diese Farben für Diskussionen sorgen. Du könntest immer auf sicher gehen, und in Paris etwas Blaues mit weissen Streifen tragen. Das mögen die Franzosen, du weisst, dass dies ankommen wird.

Den nächsten Match bestreiten Sie gegen den 20-jährigen Casper Ruud. Er sagt, es sei ein Traum, gegen Sie zu anzutreten. Wie schauen Sie diesem Spiel entgegen?

Es ist auch für mich aufregend. Ich weiss wohl mehr über seinen Vater als über ihn. Was ich aber weiss, ist, dass er sich in den letzten Jahren stark verbessert hat und auf Sand sehr gut spielt. Oft gesehen habe ich ihn aber nicht. Als 20-Jähriger träumst du davon, auf der grossen Bühne gegen einen Topspieler anzutreten. Mir ging es jedenfalls so.

Sie haben nun zwei 3-Satz-Siege auf dem Court Philippe Chatrier hinter sich. Haben Sie nach Ihrer langen Absenz hier schon wieder ein gutes Gefühl gefunden?

Ich fühle mich wirklich gut – in Anbetracht dessen, wie lange ich nicht mehr hier gespielt habe. Vor ein paar Monaten hatte ich keine Ahnung, wie erfolgreich ich auf Sand sein würde. Ich war auf das Worst-Case-Szenario vorbereitet, auf eine Erstrundenniederlage in Madrid und eine schwierige Auslosung hier, die es mir verunmöglichen würde, die Hürde zu überspringen. Und nun habe ich in Madrid und Rom genügend Matches und hier zweimal in drei Sätzen gewonnen. Die nächste Runde wird sicher härter, aber im Moment bin ich sehr glücklich. Schauen wir mal, wie weit ich kommen werde.

Zwischen der Garderobe und dem Medienzentrum müssen Sie durch die Menschenmassen geschleust werden. Macht Ihnen dies Angst oder macht es Sie glücklich?

Es macht mich glücklich, weil ich sehe, dass die Leute verrückt nach Tennis sind. Es ist speziell, weil wir an den anderen Turnieren meistens in den Katakomben bleiben. Für das Sicherheitspersonal ist die Sache stressig, weil die Gefahr besteht, dass sich im Gedränge jemand verletzt. Die Fans hier haben ein starkes Verlangen, mich spielen zu sehen, mich gewinnen zu sehen. Das gibt mir viel Energie, ich werde versuchen, möglichst lange im Turnier zu bleiben und mein Maximum zu geben.

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