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Federer trotz Satzverlust souverän

Roger Federer steht in den Achtelfinals von Wimbledon. Nur im dritten Satz entgleitet dem Favoriten gegen Sam Groth die Kontrolle für kurze Zeit.

Ohne nennenswerte Mühe weiter: Roger Federer (ATP 2).
Ohne nennenswerte Mühe weiter: Roger Federer (ATP 2).
Keystone
Gutes Auge: Federer las Groths Aufschlag ausgezeichnet, punktete oft gar nach dem ersten Service des Australiers.
Gutes Auge: Federer las Groths Aufschlag ausgezeichnet, punktete oft gar nach dem ersten Service des Australiers.
Reuters
Kein Auge für Federer: Dieser Uniformierte hat andere Aufgaben.
Kein Auge für Federer: Dieser Uniformierte hat andere Aufgaben.
Keystone
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Die Geschichte der ersten beiden Sätze zwischen Roger Federer und Sam Groth ist schnell erzählt: Federer – bekannt dafür, den Aufschlag des Gegners aussergewöhnlich gut zu lesen – retournierte auch gegen den hühnenhaften Australier stark, während dieser den Service des Schweizers nie in den Griff bekam.Im ersten Satz gelang Federer das Break im fünften Game, im zweiten Durchgang gleich zu Beginn.

Im elften Spiel des dritten Satzes zwang Groth den Favoriten erstmals über Einstand. Im Tiebreak leistete sich Federer beim Stand von 3:3 dann einen Doppelfehler. Das Minibreak, das er sich damit einbrockte, konnte er nicht mehr korrigieren. Quasi aus dem Nichts hatte sein Kontrahent, der mit 263 km/h einst den schnellsten Aufschlag der Welt realisierte, einen weiteren Satz erzwungen.

Durchgang Nummer 4 stand wieder im Zeichen von Federers Fähigkeiten beim Return. Im zweiten Game punktete er bei 30:40 gegen Groths zweiten Aufschlag und realisierte so sein insgesamt drittes Break. Die Bestätigung des Servicedurchbruchs fiel der Weltnummer 2 nicht ganz leicht. Erneut ging das Game über Einstand. Fortan aber spielte Federer souverän und machte mit dem zweiten Break alles klar. 6:4, 6:4, 6:7, 6:2 hiess es nach 2:15 Stunden recht unspektakulärem Tennis.

Nach dem ersten Aufschlag gewann der Baselbieter 90 Prozent der Punkte, nach dem zweiten immerhin noch 68 Prozent. Bei den Assen zog er gegen Groth mit 17:21 nur knapp den Kürzeren. Von seinen achte Breakchancen verwertete er vier, am Netz kam er auf 77 Prozent Erfolgsquote.

Federers Gegner in der Runde der letzten 16 ist am Montag Roberto Bautista Agut (ATP 22). Der Spanier spielte letztes Jahr zweimal gegen den siebenfachen Wimbledon-Champion und blieb am Masters-1000-Turnier von Shanghai sowie am US Open jeweils ohne Satzgewinn.

Während sich die Topfavoriten bei den Männern ungefährdet durch das Tableau spielen, verliert bei den Frauen Titelverteidigerin und Weltnummer 2 Petra Kvitova in der 3. Runde gegen Jelena Jankovic. Kvitova, die Wimbledonsiegerin von 2011 und 2014, scheiterte völlig überraschend an der Serbin Jankovic. Die 30-jährige, ehemalige Nummer 1 der Welt ist bis auf Platz 28 abgerutscht und gilt nicht gerade als Spezialistin für Rasen. Kvitova hingegen hatte bei den letzten fünf Austragungen immer mindestens die Viertelfinals erreicht. Auch in diesem Jahr hatte sich die 25-jährige Tschechin problemlos in die 3. Runde gespielt. Die Linkshänderin gewann auch den ersten Satz klar, und führte im zweiten 4:2. Danach wendete sich das Blatt jedoch zusehends. Nach genau zwei Stunden feierte Jankovic mit 3:6, 7:5, 6:4 ihren grössten Sieg seit vielen Jahren.

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