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Der Davis-Cup, dein Feind

Novak Djokovics Trainer Boris Becker hält den traditionsreichen Teamwettbewerb für ein Risiko in der Saisonplanung.

«Ich sehe das nicht gern»: Boris Becker wäre es lieber, Novak Djokovic würde 2015 wie Roger Federer den Davis-Cup auslassen.
«Ich sehe das nicht gern»: Boris Becker wäre es lieber, Novak Djokovic würde 2015 wie Roger Federer den Davis-Cup auslassen.
Keystone

Als Spieler war der Davis-Cup für Boris Becker eine Herzensangelegenheit. 1988 und 1989 gewann der dreifache Wimbledonsieger mit Deutschland die als hässlichste Salatschüssel der Welt apostrophierte Trophäe. Heute zählt er zu den profiliertesten Gegnern des aktuellen Modus.

«Tatsächlich ist der Davis-Cup in der jetzigen Form überholt, er passt speziell für die viel beanspruchten Spitzenspieler nicht mehr in den Kalender hinein», sagte Becker gegenüber der Berliner TAZ. «Die Spitzenspieler spielen seit vielen Jahren immer seltener im Davis-Cup. Und das ist nicht gut, das entwertet die Sache. Es muss ein Kompromiss gefunden werden, eine andere Frequenz für den Wettbewerb.»

Während die beiden Schweizer Aushängeschilder Roger Federer und Stan Wawrinka nach dem Titelgewinn im vergangenen Jahr beim Auswärtsspiel der Schweizer in Belgien nicht dabei sind, tritt Beckers Schützling, der Weltranglistenerste Novak Djokovic, auch in dieser Saison für Serbien im Davis-Cup an. Zu Beckers Verdruss: «Ich sehe das nicht gern. Denn von so einer Davis-Cup-Partie musst du dich ja auch noch richtig erholen. Besonders, wenn du drei Tage am Stück spielst. Aber Serbien will in diesem Jahr unbedingt noch mal mit dieser Mannschaft gewinnen.»

Federer bezeichnete die Davis-Cup-Begehrlichkeiten gegenüber seiner Person kürzlich in Dubai als Belastung: «Es war eine schwere Last für mich und eine Sache, die mir mehr Schwierigkeiten bereitet hat als andere Dinge in meinem Leben. Ich bin sehr glücklich, dass ich das endlich abhaken konnte.» Er wird in diesem Jahr gar nicht für die Schweiz antreten und hofft, dass Wawrinka im September im Fall einer Erstrundenniederlage gegen Belgien dabei hilft, die Equipe in der Weltgruppe zu halten.

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