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Zwischen Schmerz und Schaulaufen

Mobulu Uni Bern unterliegt im Futsal-Derby gegen Minerva diskussionslos 2:9 – und verliert mit Nationalspieler Elia Wälty einen Schlüsselspieler. Minerva übernimmt derweil nach Verlustpunkten die Tabellenführung.

Mobulus Wilhelm Ollin (links) mit vollem Einsatz gegen den wirbligen Mamadu Turé von Minerva. Foto: Iris Andermatt
Mobulus Wilhelm Ollin (links) mit vollem Einsatz gegen den wirbligen Mamadu Turé von Minerva. Foto: Iris Andermatt

30 Sekunden vor Schluss stellt sich bloss noch eine Frage: Gelingt Futsal Minerva gar ein «Stängeli»? Die Antwort: fast. Der omnipräsente Mamadu Turé vergibt zehn Sekunden vor der Sirene aus aussichtsreicher Position, so bleibt es beim 9:2 für den Schweizer Meister, der sich nach dem Match vor dem mitgereisten Anhang feiern lässt.

Bei den Spielern von Mobulu Uni Bern bleiben derweil ratlose Gesichter zurück. Fabian Florin analysiert kurz nach Spielende die Klatsche seines Teams: «Wir haben nie richtig ins Spiel gefunden», sagt der Captain. «Klar ist es eine bittere Niederlage. Aber das Resultat ist momentan zweitrangig.»

Damit spricht er eine Szene an, die sich in der ersten Minute abgespielt hat. Nach einem Vorstoss Mobulus fiel Elia Wälty unglücklich auf das Knie. Schnell wurde klar, dass sich der routinierte Nationalspieler eine gröbere Verletzung zugezogen hatte. Und wie weitere Untersuchungen zeigten, riss er sich in dieser Aktion das Innenband sowie den Meniskus. Als wäre das nicht schon schlimm genug, besteht zudem der Verdacht auf einen vorderen Kreuzbandriss. Somit würde der 29-Jährige acht bis zwölf Monate ausfallen.

Minervas Reaktion

Einen Spielertrainer einfach so ersetzen? Unmöglich. Das weiss auch Florin: «Er ist auf und neben dem Platz ein Leader. Dieser Ausfall schmerzt uns doppelt.» Denn bereits im Spiel gegen Minerva widerspiegelte sich, wie verheerend der Ausfall Wältys sein kann: Die Abstimmung im Team stimmte überhaupt nicht mehr, viel freier Raum und einige Fehlpässe ermöglichten Minerva zur Pause eine 4:1-Führung. Als Captain Florin kurz nach Wiederbeginn den Anschlusstreffer erzielte, keimte noch einmal Hoffnung auf. Diese währte nicht lange. Keine Minute später war es Minervas Captain Yves Mezger, der mit seinem Treffer den Drei-Tore-Vorsprung wiederherstellte.

In der Folge ersetzte Mobulu den Torhüter durch einen weiteren Feldspieler. Während das Heimteam in die Rolle des Strategen degradiert wurde, setzte Minerva langsam, aber sicher zum Schaulaufen an. «Klar, diesen Match müssen wir jetzt abhaken und nach vorne schauen», meint Florin.

Anders ist die Stimmung beim Gast. «Nach der Niederlage von vergangener Woche waren wir zu einer Reaktion gezwungen. Und diese ist uns heute gelungen», hält Yves Mezger, Captain bei Minerva, zufrieden fest. Gegen die Maniacs aus Wettingen hat der Meister die bislang einzige Saisonniederlage kassiert.

Mobulu auf Rang 6

Mobulu steht derweil bei zwei verlorenen Spielen und belegt nach sieben Runden den sechsten Rang von insgesamt zehn Mannschaften. «Jetzt gilt es, wieder auf die Siegesstrasse zu finden», sagt Florin. Minerva hingegen liegt nach Verlustpunkten an der Tabellenspitze. «Wir haben trotzdem noch viel Luft nach oben», meint Mezger.

Immerhin hat es gegen Mobulu mit dem Toreschiessen schon gut geklappt.

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