«Wir müssen etwas unternehmen»

FC Breitenrain-Trainer Martin Lengen zieht im Interview Saisonbilanz, spricht über das Kader der neuen Spielzeit und blickt in die persönliche Zukunft – wie auch in jene vom FCB in der Promotion League.

Die Uhr tickt: Martin Lengen und der FC Breitenrain brauchen einen Knipser. Foto: Raphael Moser

Die Uhr tickt: Martin Lengen und der FC Breitenrain brauchen einen Knipser. Foto: Raphael Moser

Die Saison in der Promotion League neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu. Der FC Breitenrain belegt eine Runde vor Schluss den 8. Rang. Ziel erfüllt?
Ja, definitiv. Das Hauptziel war, so schnell wie möglich von den Abstiegsplätzen wegzukommen. Das ist uns mit einer sehr guten Vorrunde gelungen. Ein Platz in den Top 8 und die 40-Punkt-Grenze waren weitere Vorsätze. Mit einem Sieg am Samstag gegen Wohlen könnten wir beide noch realisieren: Wir haben es in der Hand.

Wäre vielleicht sogar mehr möglich gewesen?
Rückblickend kann man immer sagen, es wäre mehr möglich gewesen. Aber diese Liga ist so ausgeglichen. Wir sind fähig, jeden zu schlagen, haben aber auch bewiesen, dass wir gegen jeden verlieren können. Aber das ist halt Breitenrain, das ist seit Jahren so.

Wie können Sie sich das ­erklären?
Auf dieses Jahr bezogen, fehlte uns ein Knipser. Wir haben mit Miroslav Konopek und Artian Kastrati zwar zwei Spieler, die zweifellos einen guten Job machen. Und Kastrati reift langsam zum Goalgetter. Aber wir haben noch keinen, der für den Unterschied sorgen konnte. Das liegt vor allem daran, dass wir mit Anto Franjic, Yann Kasai und Henry Acosta drei gewichtige Abgänge hatten. Die konnten wir nicht so einfach ersetzen.

Breitenrain verpflichtet aufdie neue Saison also einen Stürmer?
Da uns Konopek leider verlassen wird, müssen wir sowieso etwas unternehmen. Wir sind laufend am Schauen und am Aussortieren, aber Topstürmer sind gefragt und deshalb schwierig zu finden.

Welcher Name schwebt Ihnen da vor?
Beispielsweise Marko Dangubic von der YB-U-21 finde ich sehr interessant. Ich glaube, er würde gut zu unserem Team passen. Aber Gespräche haben noch nicht stattgefunden.

Wie weit fortgeschritten ist die Kaderplanung für die neue Saison?
Letzten Sommer mussten viele Spieler ersetzt werden. Das wollen wir dieses Jahr vermeiden. Wir haben viele junge Spieler, die einen super Job machen. Unser Ziel muss es sein, diese zu behalten. Spielerbetreuer Enrico Schirinzi, der auch in der Sportkommission tätig ist, und ich haben uns bereits früh entschieden, mit welchen Leuten vom aktuellen Kader wir die nächste Saison in Angriff nehmen wollen. Ende Februar fanden die Gespräche mit den Spielern statt. Wir konnten ihnen aber leider noch keinen Vertrag anbieten, da wir nicht wussten, welche finanziellen Mittel wir zur Verfügung haben.

Wegen des sechsstelligen Verlustes, den Präsident Claudio A. Engeloch an der Hauptversammlung präsentierte?
Genau. Unser Ziel war, ihnen so rasch wie möglich einen Kontrakt anbieten zu können. Das ist dann allerdings weniger schnell gelungen als geplant. Wir haben gemerkt: Je länger es dauerte, desto mehr Fragen kamen auf.

Was heisst das konkret?
Seit zwei Wochen wissen wir, dass wir auf gutem Weg sind. Im Verlauf dieser Woche werden wir den Jungs ein Angebot unterbreiten und ihnen einen Vertrag an­bieten. Wir hoffen, dass diese Spieler, die im Februar zugesagt haben, nun auch ihr Wort halten werden.

Kam nach der HV im Team Unruhe auf?
Unruhe, würde ich nicht sagen. Vielleicht herrschte bei einigen im Hinterkopf etwas Unsicherheit. Es kann sein, dass deshalb nach der Winterpause das eine oder andere Prozent an Sicherheit fehlte. Und wenn das bei mehreren Akteuren der Fall war, summierte es sich...

Ihr Präsident stellte in Aussicht, aufgrund des Verlustes eine Liga tiefer zu spielen. Was können Sie dazu sagen?
Dieser Plan ist vom Tisch. Wir werden sicher in der Promotion League in die neue Saison starten.

Mit einem Sieg im Cupspiel gegen Juventus am 1. Juni könnte sich Breitenrain erneut für den Schweizer Cup qualifizieren. Ist es der wichtigste Match der Saison?
Der wichtigste, würde ich nicht sagen, aber er ist sicher sehr wichtig. Auch im Hinblick auf die neue Saison könnte man ein positives Signal senden.

Werden Sie auch nach der Sommerpause Trainer desFC Breitenrain sein?
Ja, ich habe um ein weiteres Jahr verlängert. Ich bin stolz auf ­diese Mannschaft und werde es hoffentlich auch in der neuen ­Saison sein können (schmunzelt).

Berner Zeitung

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