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«Wir dürfen stolz sein»

Unihockey Langenthal-Aarwangen hat gegen Sarnen die Sensation nur knapp verpasst und die Saison am Sonntag beendet. Zufrieden ist man bei den Oberaargauern dennoch.

Die ULA-Spieler sind nach der Niederlage am Samstag gegen Sarnen sichtbar enttäuscht. Tags darauf geht die Saison für die Oberaargauer zu Ende. Foto: Stefan Wermuth
Die ULA-Spieler sind nach der Niederlage am Samstag gegen Sarnen sichtbar enttäuscht. Tags darauf geht die Saison für die Oberaargauer zu Ende. Foto: Stefan Wermuth

Wenig fehlte zur ganz grossen Überraschung, ja zur Sensation. Langenthal-Aarwangen (ULA) lag im vierten Halbfinalspiel gegen Sarnen 3:0 in Führung, mit einem Sieg hätten die Oberaargauer die Qualifikation für die NLA/NLB-Aufstiegs-Playoffs sicherstellen können. Und dies als Sechste der regulären Saison und krasser Aussenseiter.

Doch so weit kam es nicht. Sarnen schaffte die Wende noch, gewann in der Kreuzfeldhalle 5:4 und am Tag darauf in der Innerschweiz 4:1. Die Saison ist für ULA zu Ende, aber dies so schon viel später, als eigentlich erwartet wurde.

Zwei gewichtige Rücktritte

Geht eine Saison in den Playoffs zu Ende, herrscht bei einer Mannschaft naturgemäss Enttäuschung vor. Auch bei ULA war dies nicht anders. «Wir waren traurig», sagt Sportchef Heini Sommer. «Und mussten erst realisieren, dass die Saison nun vorbei ist.» Die Trauer über den verpassten Coup wich aber bald einmal dem Stolz. Dem Stolz darüber, so weit gekommen zu sein.

Nie zuvor hatten die Oberaargauer überhaupt eine Playoff-Serie für sich entschieden, nun eliminierten sie erst Thurgau, den Dritten der Qualifikation, und danach beinahe noch den Ersten Sarnen. Möglich gemacht hat dies der ausgezeichnete Teamgeist. «Ich habe noch nie erlebt, dass Spieler, Trainer, der Stab derart gut zusammengearbeitet haben», sagt Sommer. «Und es ist noch nie vorgekommen, das uns 50 Fans zu Auswärtsspielen begleitet haben.»

Die Grundlage für die Zukunft, in der man sich in der NLB-Spitze etablieren will, sei gelegt. Trainer Tomas Chrapek bleibt dem Verein ein weiteres Jahr erhalten, die Kontinuität auf der wichtigen Position des Chefcoachs ist also gewährleistet. Routine geht hingegen im Spielerkader verloren.

Stürmer Marc Mühlethaler beendet ebenso wie Verteidiger Matthias Althaus seine Karriere; Althaus wird zudem nicht länger Assistenztrainer sein. «Diese Abgänge schmerzen», sagt Sommer. Neu verpflichtet wird Verteidiger Timon Cerveny, der in Thun bereits in der NLA zum Einsatz gekommen ist. Mit weiteren potenziellen Zuzügen führt Sommer derzeit Gespräche, in den nächsten zwei bis drei Wochen sollten weitere Verträge unterschrieben werden können.

Möglichst ohne Ausländer

Weiterhin zurückhaltend ist ULA mit der Verpflichtung von ausländischen Spielern. Die zu Ende gegangene Saison bestritten die Oberaargauer nur mit Schweizer Spielern. Sommer möchte dies so beibehalten. «Ich sträube mich nicht generell gegen die Verpflichtung von Ausländern», sagt er.

«Es werden aber nur dann welche zu uns stossen, wenn wir dies als unbedingt nötig erachten.» Mühlethaler und Althaus könnten auch anders ersetzt werden. «Jüngere Spieler können deren Rollen einnehmen», sagt Sommer. Fortgesetzt wird die Zusammenarbeit mit dem NLA-Verein Wiler-Ersigen; erneut könnten Nachwuchskräfte, die dort den Sprung in die erste Mannschaft nicht schaffen, nach Langenthal wechseln.

Das Ziel für die nächste Saison ist intern noch nicht definiert worden. Es dürfte wohl darum gehen, sich erneut für die Halbfinals zu qualifizieren. Langenthal-Aarwangen will nach den erfolgreichen Playoffs nicht wieder ins Mittelmass zurückfallen.

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