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Wacker: Glanzlos gegen die graue Maus

Nach einem im Grunde missratenen Vortrag steht Wacker vor dem Einzug in die Finalrunde.

Zum Wegschauen: Wacker versus GC.
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Markus Grunder

Es ist nicht überliefert, woran beim Tabellenletzten im Training jüngst gearbeitet wurde. An der Abschlussstärke jedenfalls nicht. Wann auch immer die Zürcher aufs verwaiste Thuner Tor warfen – sie verschossen.

Das spiegelte das Niveau der Partie ganz gut. Die Berner Oberländer ihrerseits trafen den leeren Kasten einmal bei drei Versuchen. Wacker versus GC: Es war die möglicherweise schlechteste Begegnung in der Lachenhalle der letzten fünf Jahre.

29:22 siegten die Hausherren. Ihre Darbietung war nicht an­nähernd so souverän, wie sich das anhört. Kurz vor der Pause waren sie in Rückstand gelegen, gegen einen Club, der keine der vorangegangenen neun Partien gewonnen hatte. Und nach zwei Dritteln Spielzeit betrug der Vorsprung bloss ein Tor.

Es mangelte an Dynamik, an Wucht und vor allen Dingen an Effizienz. Kontinuierlich erhöhte der Meister nun die Differenz. Davon, zu einer Gala anzusetzen, war er weit entfernt. Weg waren Leichtigkeit und Spielfreude aus dem Basel-Match, den der Champions-League-Teilnehmer drei Tage davor 39:22 für sich entschieden hatte.

Martin Rubins Leute wirkten grossteils müde. Und hätten sie nicht zumindest ganz passabel verteidigt – sie hätten selbst gegen diesen Widersacher bis zuletzt um die beiden Punkte kämpfen müssen.

Ausser Gefahr

Paradoxerweise können die Thuner ausgerechnet nach dieser Partie aufatmen. Kriens verlor in Schaffhausen, und so beträgt der Vorsprung der Berner Oberländer auf Rang 7 vier Spiele vor Abschluss der Qualifikation sechs Punkte. Vermutlich genügt es dem Meister, eine der restlichen Partien zu gewinnen, damit er an der Finalrunde teilnehmen wird.

Dessen war sich Coach Rubin offenbar bewusst, als er erstaunlich milde gestimmt war undvon einem zufriedenstellenden Abend sprach. «Was zählt, sind die beiden Zähler», sagte er, womit er gewiss richtig lag. Werbung in eigener Sache aber hatten die Seinen wie gegen Kriens nicht betrieben.

Derweil muss GC zusehen, dass es sich nicht in der Nationalliga B wiederfindet. Die einst so stolzen Zürcher beschäftigen einige durchaus ordentliche Handballer, Albin Alili, Sergio Muggli und Jost Brücker etwa, die alle Länderspiele bestritten haben. Ein Punkt aber steht dem Traditionsclub bloss zu Buche. Aus dem Riesen ist längst eine graue Maus geworden.

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