«Vieles hat nicht gepasst»

Langenthal verliert gegen die GCK Lions mit 1:4 und lässt in vielen Situationen zu wünschen übrig. In den ersten beiden Dritteln gewannen die Oberaargauer kaum einen Zweikampf.

Der Schein trügt: Langenthal (im Bild Alain Bircher) war den Lions nicht einen Schritt voraus.

Der Schein trügt: Langenthal (im Bild Alain Bircher) war den Lions nicht einen Schritt voraus.

(Bild: Daniel Teuscher)

Nach 35 Minuten musste Connor Hughes im gestrigen Spiel zwischen dem SC Langenthal und den GCK Lions als Bauernopfer hinhalten. Der SCL-Keeper, der zu Recht zum zweiten Mal in Folge den Vorzug vor Philip Wüthrich erhalten hatte, wurde in dieser Minute von Trainer Jeff Campbell aus dem Spiel genommen, obwohl dieser nicht etwa schlecht gespielt hatte. Der SCL-Trainer wollte – und musste – in diesem Moment ein Zeichen setzen. Es war ein Versuch, seine Mannschaft doch noch aufzuwecken.

Nötig war dies allemal, denn bis dahin enttäuschten die Langenthaler. Vor allem physisch zeigten die Oberaargauer fast schon eine blamable Leistung. Die Mannschaft war in kaum einem Moment bereit, dem physischen Einsatzwille der GCK Lions entgegenzuhalten. Diese gewannen praktisch sämtliche Duelle an der Bande, machten die besseren und härteren Checks und gewannen so die meisten Zweikämpfe.

«Heute hat vieles nicht gepasst», kommentierte Yves Müller und meinte, das zweite Drittel sei das schlechteste überhaupt gewesen. Langenthal konnte zwar zu Beginn mit Schnelligkeit und Technik einigermassen dagegenhalten, kam so aber kaum zu Offensivzeit und nur selten zu Chancen. Joey Benik vergab in der 25. Minute wohl die beste, als Vincenzo Küng ihm die Scheibe quer vor dem Tor hindurch spielte, dieser die Scheibe vor dem fast leeren Tor aber nicht richtig traf.

Zu wenig aggressiv

Nur zu passend für diese Leistung war derweil auch die Entstehung des ersten Tores für die Zürcher. In der 18. Minute stolperte Yves Müller in der Verteidigung und gab die Scheibe an Nelson Chiquet ab, der alleine vor dem Tor nicht lange fackelte und für die Lions traf. Selbst das folgende 2:0 genügte den Langenthalern aber nicht als Weckruf, der gut platzierte Schlenzer von Axel Simic entstand nach 27 Minuten, acht Minuten später folgte nach einer verwirrenden Situation in der Abwehr das 3:0 durch einen Weitschuss und der Torhüterwechsel.

«Es war schade nach dem tollen Spiel in Kloten, dass wir so gespielt haben», sagte Mathieu Maret nach der Partie. Zu wenig aggressiv sei man gewesen, Details, wie das Blocken von Schüssen hätten teilweise gänzlich gefehlt. Langenthal lag damit mit drei Längen zurück, selbst gegen ein Farmteam durfte dies in diesem Moment als Vorentscheidung gewertet werden – denn die Lions auf der Gegenseite spielten keinesfalls eine schlechte Partie.

Aufgegeben hatten sich die Langenthaler nicht, standen sie doch früh nach der Pause wieder auf dem Eis, um doch noch eine Reaktion zu zeigen. Weil das zu Beginn aber nicht klappte, entluden sich nach 46 Minuten erstmals Frustemotionen in einem Handgemenge, darin verwickelt waren Captain Stefan Tschannen und Verteidiger Serge Weber. War dies der nötige Weckruf? Auch das half nicht. Langenthal war zwar nun offensiv präsenter, die Durchschlagskraft fehlte aber zum grossen Teil weiterhin.

Langenthal - GCK Lions 1:4 (0:1, 0:2, 1:1)

Schoren. – 2065 Zuschauer. – SR: Erard/Ströbel, Kehrli/Rebetez – Tore: 18. Chiquet 0:1. 27. Simic (Mathew, Büsser) 0:2. 35. Zürrer (Fuhrer, Riedi) 0:3. 49. Sterchi (Kummer, Tschannen) 1:3. 59. Simic (aufs leere Tor) 1:4.

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