Uni Bern kündigt Trainer Ostrowski

Der Pole Mikolaj Ostrowski ist nach nur einer Saison nicht mehr Trainer der Berner NLA-Volleyballer – aus finanziellen Gründen.

Mikolaj Ostrowski (l.) ist weg, die bisherigen Assistenten Gustavo Meyer und Lee Horsey übernehmen vorerst.

Mikolaj Ostrowski (l.) ist weg, die bisherigen Assistenten Gustavo Meyer und Lee Horsey übernehmen vorerst.

(Bild: Manuel Zingg)

Peter Berger@PeterBerger67

Der erste Profitrainer bei Uni Bern ist nach einer Saison bereits wieder Geschichte. Mikolaj Ostrowski hat die Kündigung erhalten. «Das stimmt», bestätigt der Pole. Präsident Felix Merz erklärt: «Der einzige Grund, weshalb wir Mikolaj die 100-Prozent-Anstellung im Club kündigen mussten, war das Budget.» Rund 100'000 Franken kostete die NLA-Equipe vergangene Saison. «Die finanzielle Situation ist und war nie einfach, wir müssen immer jeden Rappen umdrehen.» Merz hat vor wenigen Tagen das Amt des Vereinspräsidenten an Jan Wenger übergeben, bleibt aber weiterhin für das NLA-Team verantwortlich.

Das Kader der Equipe weist allerdings momentan noch Fragezeichen auf. Damien Rossignol ist zurückgetreten, Captain Janick Sommer verlässt das Team ebenfalls und wechselt zu Schönenwerd. «Die Situation ist nicht optimal, aber nicht beängstigend», sagt Merz. Der Kanadier Daryl Shank und der Pole Jakub Radomski sollen mit Passeur Lars Ulrich und dem bisherigen Ergänzungsspieler Alexis Tapparel das Gerüst der neuen Mannschaft bilden. Der Boss ist zuversichtlich, dass bald Zuzüge bekannt gegeben werden können und ein (Teilzeit-)Nachfolger für Ostrowski gefunden wird. Bis dahin würden die bisherigen Assistenten Gustavo Meyer und Lee Horsey übernehmen, wobei der offizielle Trainingsbetrieb sowieso erst im August aufgenommen werde, sagt Merz.

Derweil hat Ostrowski seine Zukunft bereits geregelt. «Uni Bern hat mir den Einstieg als NLA-Trainer ermöglicht, ich wäre gern geblieben. Aber ich habe eine Familie und bin auf ein entsprechendes Einkommen angewiesen», erklärt er und ergänzt: «So ist das Trainerleben – heute hier, morgen dort.» In seinem Fall ist das Schönenwerd. Bei den Solothurnern wird er Headcoach des Frauen-NLB-Teams und zudem mit Juniorinnen arbeiten. Der Einjahresvertrag mit Option auf Verlängerung ist bereits unterschrieben.

Berner Zeitung

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