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UHC Thun: Wie ein Elefant auf engem Raum

Der UHC Thun liegt in der Serie gegen Basel 1:2 zurück. Es droht der Abstieg.

Oliver Stulz (rechts) im Zweikampf mit Tim Nyh.
Oliver Stulz (rechts) im Zweikampf mit Tim Nyh.
Daniel Teuscher

2014 ist der UHC Thun in die NLA aufgestiegen. Nun droht der Abstieg. Die Thuner liegen in der Serie gegen das NLB-Team Unihockey Basel Regio mit 1:2 Siegen in Rücklage. Auffallend ist, dass in den ersten drei Spielen immer das Heimteam gewonnen hat.

Daher kommt es für die Thuner eher ungelegen, hat im Auf-/Abstiegs-Playoff das Team aus der NLB den Heimvorteil auf seiner Seite. Darin sieht Trainer Sebastian Thomann allerdings kein Problem. «Je länger die Serie dauern wird, desto weniger wichtig wird der Heimvorteil sein», meint er überzeugt.

Besonders ärgerlich war die Niederlage in Spiel 1, als das Team von Thomann 5:6 verlor. Bis zur 58. Minute lag seine Equipe noch in Führung, ehe ein Doppelschlag der Basler das Spiel drehte. Nachdem die Thuner das zweite Duell gewonnen hatten, konnten sie die Leistung im dritten Spiel nicht bestätigen. «Bei uns hat nichts zusammengepasst», sagt Thomann.

Nach 20 Minuten rannten die Berner Oberländer bereits einem 1:5-Rückstand hinterher. Thomann griff ein und änderte das Spielsystem, indem er jede Linie komplett umstellte. Der Turnaround gelang nicht – am Ende gewann Basel mit 8:4. Die Spieler seien aber nach wie vor entschlossen und glauben an die Wende, wie Thomann meint.

«Jeder nimmt sich selber in die Verantwortung und weiss, dass er nicht das abliefert, was er auch von sich selbst erwartet.» Trotzdem sei das Thema Abstieg störend, wie «ein Elefant auf engem Raum». Dieses wolle man keinesfalls verdrängen, aber auch nicht in den Vordergrund stellen.

«Der Ball liegt bei uns»

Die Basler haben besonders im Playoff einen Lauf. Nach der Qualifikation belegten sie den zweiten Platz. Im Viertel- sowie im Halbfinal haben sie kein einziges Spiel verloren. Thomann weiss um die Qualitäten des Gegners Bescheid: «Es ist eine schwierige Serie, so wie ich sie erwartet habe. Beide Teams sind auf Augenhöhe», meint er. Und fügt an, dass das Problem nicht darin liege, wie Basel spiele, sondern wie der UHC Thun drauf sei. «Der Ball liegt klar bei uns.»

Übrigens: Ad Astra Sarnen, der Qualifikationssieger der NLB, liegt in der Serie gegen den Letztplatzierten der NLA Kloten-Dietlikon Jets ebenfalls mit 2:1 in Front. Stand jetzt gäbe es nächste Saison also zwei neue Teams in der NLA. Noch ist aber nicht aller Tage Abend. In einer Playoff-Serie braucht es bekanntlich vier Siege. «Und unsere Kräfte sind noch nicht am Ende», meint Thomann.

Am Samstag hat der UHC Thun in der Mur-Halle die Möglichkeit auszugleichen. Wenn das gelingt, könnten die Thuner am Sonntag auswärts gleich nachdoppeln und das erste Break holen. Dann wäre die Welt aus Thuner Sicht wieder in Ordnung – und der Raum des Elefanten nicht mehr so eng.

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