Rückkehr von Kparghai

Heute steht Langenthal ein alter Bekannter gegenüber: Von Lugano ausgeliehen, steht Ex-SCL-Verteidiger Clarence Kparghai in den Reihen des EHC Olten.

Oltens Verteidiger Clarence Kparghai (hinten) im Duell mit Langenthals Hans Pienitz. Foto: Freshfocus

Oltens Verteidiger Clarence Kparghai (hinten) im Duell mit Langenthals Hans Pienitz. Foto: Freshfocus

494 Spiele in der National League, 170 in der Swiss League, dazu 15 Länder-Spiele und ein Spengler-Cup: Zu den erfahrensten Athleten in den Reihen des EHC Olten gehört ein Berner: Clarence Kparghai (33), der mit sieben Jahren beim damaligen EHC Marzili-Längasse (heute EHC Bern 96) anheuerte und anschliessend die Junioren-Stufen des SC Bern durchlief.

Mit 19 Jahren trat er für 24 Spiele für den SC Langenthal an (in der Saison 2004/05). 2008 gelang ihm mit dem EHC Biel der Aufstieg in die National League, wo er bis zu seinem Wechsel nach Lugano blieb.

In Olten gefalle es ihm, sagt der in Biel lebende Clarence Kparghai. «Wir haben ein breites Kader. Dafür, dass wir so viele Ausfälle haben, stehen wir gut da.» Das Ziel des Clubs sei der Titel und der Aufstieg. Kparghai ist von Lugano an Olten ausgeliehen. Zuvor war er in dieser Saison auch noch an Davos ausgeliehen worden. Für die Bündner hat er den Spengler-Cup und fünf NLA-Partien bestritten.

Falls der HCD NLA-Letzter wird und Olten B-Meister, könnte es in der Ligaqualifikation zum Wiedersehen kommen. «Lugano plante in dieser Saison nicht mit mir. Deshalb wurde ich anfangs Saison an die Ticino Rockets und später an Davos ausgeliehen.» Zudem war er in dieser Saison noch verletzt. «Aber bis zu meiner Verletzung hatte ich in Lugano eine gute zeit. Es war etwas Neues. Ich lernte eine andere Mentalität kennen.»

Aus Liberia geflüchtet

Der frühere SCB-Junior blickt auch «auf eine gute Zeit in Bern» zurück. «Hier sind Freunde und Familie.» In die Schweiz gekommen ist Kparghai im Alter von fünf Jahren – wegen des durch den Warlord Charles Taylor angezettelten Bürgerkrieges im Jahr 1990. Zuvor hatte seine Familie in Liberias Hauptstadt Monrovia den «Monrovia Zoo» geführt.

Er habe noch Verwandte in Liberia, aber weil er schon früh weggezogen sei, habe ihn das Land nicht sehr geprägt. Vor einigen Jahren war er noch einmal vor Ort. Sollte Liberia die Qualifikation für den Afrika-Cup gelingen, würde er die Fussballspiele am TV mitverfolgen.

Langenthal wartet auf Sieg

Vorerst gilt der Fokus dem Eishockey. Der SC Langenthal bestreitet seine vierte Playoff-Serie gegen den EHC Olten. Die bisherigen Serien entschied das Team aus der Dreitannenstadt für sich: 2010 mit 4:3 Siegen, 2013 mit 4:2 Siegen und 2018 mit 4:1 Siegen – was mit dem aktuellen Stand in der vierten Serie (1:0) eine Gesamtbilanz von 13:6 Siegen für Olten ergibt. Am Mittwoch folgt das zweite Spiel in der Halbfinalserie. Für Kparghai ist bei der temporären Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte klar: «Wir wollen mit einfachem Spiel den Langenthalern entgegenhalten und in der Serie auf 2:0 erhöhen.»

Langenthaler Tagblatt

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