Lerchenfeld verlässt die Abstiegsplätze

In der 2. interregionalen Fussballiga rutscht Prishtina unter den Trennstrich.

Lerchenfelds Leotrim Dushica (Nr. 14) trifft zum 2:0. Foto: Manuel Zingg

Lerchenfelds Leotrim Dushica (Nr. 14) trifft zum 2:0. Foto: Manuel Zingg

Nach 24 von 26 Runden bietet sich dem FC Lerchenfeld eine neue Perspektive in der Tabelle. «Wir stehen erstmals über dem Strich», hält Captain Matthias Schneider erfreut fest und ergänzt: «Nach der katastrophalen Vorrunde hielt das niemand für möglich.» Lediglich 5 Zähler waren bei Halbzeit auf dem Konto gewesen.

Nun sind es alleine in der zweiten Saisonhälfte nach dem 2:0-Erfolg über Prishtina schon deren 21. Die Thuner überholten damit die Stadtberner und können nun den Ligaerhalt aus eigener Kraft schaffen. «Schon ab Montag konzentrieren wir uns auf das Spiel vom kommenden Samstag gegen Moutier», erklärt Schneider.

Gewinnt Lerchenfeld zu Hause und patzt Prishtina gleichzeitig gegen Tavannes/Tramelan, ist die Entscheidung gefallen, da Timau Basel und Subingen bereits als Absteiger feststehen.

In der Partie auf der Bodenweid war Lerchenfeld besser gestartet. Silvio Fuchs und Patrick Gerber gehörten die ersten Möglichkeiten. Nach verhaltenem Beginn drückte jedoch auch Prishtina aufs Tempo. Vor allem Bajram Avdilji und Timur Yesildag wirbelten und stellten die FCL-Hintermannschaft, die ohne den erfahrenen Pascal Cerrone auskommen musste, vor Probleme. Der Thuner Goalie Adrian Liechti liess sich indes nicht düpieren.

Ganz anders auf der Gegenseite Albano Gjokaj. Prishtinas Torhüter war in der 37. Minute etwas zu weit vorne postiert und musste zusehen, wie der Schuss von Lerchenfelds Patrick Gerber aus 30 Metern in der rechten hohen Torecke landete. Der Führungstreffer beflügelte die Gäste.

Zuerst setzte sich Florijan Dushica durch, blieb jedoch an Gjokaj hängen. Dann machte es in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit der aufgerückte Verteidiger Leotrim Dushica seinem Bruder vor und traf zum 2:0.

Das Chancenplus

Nach dem Seitenwechsel vermochte Lerchenfeld die mit weiten Zuspielen vorgetragenen Angriffe der Gastgeber weitgehend zu unterbinden. Selber blieben die Oberländer in der Offensive gefährlich, so wurden zwei Treffer wegen Offside annulliert und traf Sturmspitze Melvin Sarbach nur die Latte.

Trainer Bruno Feller zeigte sich zufrieden: «Wir boten eine starke Leistung und erarbeiteten uns zahlreiche gute Chancen.» Der Ende Saison zurücktretende Coach bemängelte einzig die fehlende Kaltblütigkeit. «Hätten wir etwas cleverer agiert, wäre auch ein 5:0 möglich gewesen.»

Berishas Hoffnung

Kontrahent Johan Berisha sah das nicht so. «Das glücklichere Team hat gewonnen», meinte Prishtinas 39-jähriger Trainer. Der frühere YB-Stürmer beklagte Personalsorgen. «Mir fehlten mehrere Leistungsträger, die als treue Muslime am Fasten sind.» Obwohl Berisha mit seinem Team nun unter den Trennstrich gerutscht ist und zwei Punkte Rückstand auf Lerchenfeld aufweist, hat er die Hoffnung noch nicht verloren.

Mit Siegen in den verbleibenden Partien gegen Tavannes/Tramelan und Moutier möchte er Lerchenfeld noch abfangen. Für die entscheidenden Begegnungen wird Berisha dann auch wieder mehr Alternativen im Kader haben, denn der Ramadan endet am Dienstagabend.

Berner Zeitung

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