Langenthal steht im Playoff-Final

Ein Sieg für die Geschichtsbücher: Der SC Langenthal gewinnt gegen Olten Spiel 6 3:2 und steht im Finale der Swiss League. Dort wartet der HC La Chaux-de-Fonds.

Der SC Langenthal besiegt Olten und zieht somit in den Playoff-Final ein.

Der SC Langenthal besiegt Olten und zieht somit in den Playoff-Final ein.

(Bild: Marcel Bieri)

Die Intensität ist gestiegen, die Räume sind im sechsten Spiel zwischen Langenthal und Olten eng geworden. Dennoch brannte es zwischendurch lichterloh vor beiden Toren; bedingt durch beidseits grobe Zuspielfehler, die aus der Hitze des Gefechts heraus entstanden.

Bestens symbolisierte dies der Führungstreffer zum 2:1 für den EHCO. Gleich dreimal versuchte der SC Langenthal die Scheibe aus der Abwehrzone hinauszuspielen. Doch jedes Mal landete der Puck bei einem Oltner.

Leblancs dritter Frühling

Bereits 2007 (Meister-Titel mit Davos) und 2013 (Abstieg mit den SCL Tigers) erlebte Robin Leblanc einen langen Frühling. Nun, mit 36 Jahren, erstreckt sich eine weitere Saison in die Länge.Über ihn läuft derzeit beim SCL alles: In Spiel fünf lieferte er den Assist zum 1:1-Ausgleich und erzielte danach die drei weiteren Langenthal-Tore zum 4:1. Und am Freitag schoss er den 1:1-Ausgleich. Und als die Minuten nach dem erneuten Rückstand langsam zu zerrinnen begannen, war es erneut die Leblanc-Linie, welche den Treffer lieferte. Nico Dünner nutzte die Freiheiten, die ihm die Defensive der Solothurner gewährte.

Die Verlängerung begann mit einem Vorteil für Langenthal, da die Oltner noch 71 Sekunden mit einem Mann weniger antreten mussten. In diesem Powerplay gelang dank guten Blocks des EHCO kein gefährlicher Schuss. Doch zwei Sekunden nach Ablauf der Strafe konnte Pascal Pelletier eine Scheibe, die weder von Goalie Simon Rytz noch einem Feldspieler blockiert werden konnte, übernehmen, in Position fahren und den SCL damit ins Finale schiessen.

Der dritte Anlauf

Nun hat der SC Langenthal Geschichte geschrieben: Bisher hatte das Team noch nie eine Serie gegen den EHC Olten gewinnen können; 2010 ging die Serie mit 3:4 verloren, 2013 mit 2:4 und 2018 mit 1:4. In der vierten Serie musste Langenthal zweimal einen Serienrückstand wettmachen (0:1 und 1:2), ehe das Break im fünften Duell gelang. «Ich will am Sonntag nicht mehr hierher nach Olten kommen», hatte Leblanc nach dem fünften Spiel gesagt. Diesen Wunsch hat er sich nun selbst erfüllt. Dafür wird sein Weg nun am Mittwoch im Finale nach La Chaux-de-Fonds führen, wo er während vier Saisons gespielt hatte, ehe er zum SCL wechselte.

Es ist nun das dritte Mal, dass Langenthal das Finale erreicht. Die beiden ersten Finalteilnahmen 2012 und 2017 entschied der SCL für sich. Bei der dritten steht den Oberaargauern mit den Neuenburgern eine Mannschaft gegenüber, die sechs Mal das Finale erreichte. Dass sie es jedoch noch nie für sich entscheiden konnte, sollte dem SC Langenthal ebenso Mut machen wie die bemerkenswerten Rückkehrerqualitäten, die sie gegen Olten bewiesen.

Resultate: Meisterschaft Swiss League. Playoffs (best of 7). Halbfinal: Langenthal (4.) - Olten (3.) 3:2 (1:1, 0:1, 1:0, 1:0) n.V.; Schlussstand 4:2. - Damit im Final: La Chaux-de-Fonds (1.) - Langenthal (4.) ab Mittwoch.

Berner Zeitung

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