Kummer überzeugt auch statistisch

Beim SC Langenthal unterstreichen die Statistiken, dass Dario Kummer eine herausragende Saison erlebt, Mathieu Maret unauffällig überzeugt und sich bei Philipp Rytz manchmal Licht und Schatten abwechseln.

Dario Kummer (Mitte) hatte oft Grund zur Freude.

Dario Kummer (Mitte) hatte oft Grund zur Freude.

(Bild: Marcel Bieri)

Punkte sind nicht alles. Da sind sich die Eishockeyspieler einig. Letztlich müssen auch die defensiven Arbeiten mit gleichem Engagement erledigt werden. Und wer dies tut, eröffnet seinen Kollegen die Möglichkeit, sich mehr auf die Offensive zu konzentrieren.

Eine Statistik, die diese Leistungen honoriert, ist die Plus-Minus-Bilanz. Sie zeigt an, bei wie vielen Toren – ohne Über- und Unterzahl – ein Spieler auf dem Eis steht. Einsame Spitze in dieser Statistik in der Swiss League ist Oltens Tim Grossniklaus. Aktuell führt er diese Tabelle mit plus 28 vor Ajoies Jonathan Hazen (plus 27) und Oltens Cason Hohmann (plus 26) an.

Beim SC Langenthal wird diese Statistik von Brent Kelly gemeinsam mit Dario Kummer angeführt. Beide waren bei 19 Plustoren auf dem Eis, beide gehören neben Stefan Tschannen zu den drei besten Skorern des Teams. Insbesondere bei Kummer lässt das vor allem einen Schluss zu: Es unterstreicht, dass der 24-Jährige eine herausragende Saison spielt. «Es ist sogar meine bisher beste Saison», sagt der Mittelstürmer erfreut. Er fühle sich wohler als auch schon, auch weil er in wichtigen Phasen eingesetzt wird und punkten kann. «Ich selbst achte nicht zu stark auf Statistik, aber sie ist ein gutes Zeichen, ob man auch defensiv seine Aufgaben wahrnimmt.»

Ganz vorne ist mit Mathieu Maret auch ein unauffälliger Spieler. Der 27-Jährige Verteidiger, der in der letzten Saison noch bei Gottéron aktiv war, sammelt zwar nur 0,18 Punkte pro Spiel, weist aber mit plus 18 eine starke Bilanz auf. «In anderen Teams hatte ich eine offensivere Rolle, hier muss ich eher defensiv spielen. Es ist schön, zu sehen, dass mir das gut gelingt», erklärt der Verteidiger. Er versuche, wie es der Coach fordert, möglichst einfach zu spielen und wenig zuzulassen. «Ich konnte mich gerade bei der Erfüllung meiner defensiven Aufgaben steigern, das ist für mich ein gutes Zeichen.»

Weniger gut ist die Statistik derweil für den «Chrampfer» in den Reihen des SCL. Tom Gerber weist mit minus 10 die weitaus schlechteste Bilanz aus. Für Trainer Per Hånberg ist dies auch überraschend. «Er arbeitet sehr hart, auch in der Defensive. Vielleicht müsste man diese Zahl stärker hinterfragen», erklärt er. Für ihn seien diese Statistiken zwar wichtig, und entsprechend werden sie auch thematisiert, zugleich solle man sie aber nicht überbewerten.

Viele Punkte, viele Strafen

Ebenfalls gute Plus-Minus-Bilanzen haben die Verteidiger Hans Pienitz (plus 15), Joel Scheidegger und Philipp Rytz (beide plus 14). Bei Rytz kommt hinzu, dass er mit 9 Toren und 17 Assists der produktivste Verteidiger ist. Dazu beigetragen habe auch eine Steigerung im Powerplay, sagt er. Etwas ärgert ihn dennoch: Rytz kassierte 19 kleine Bankstrafen sowie zwei Zehnminuten- und eine Spieldauer-Disziplinarstrafe. «Das ist etwas, bei dem ich mich verbessern muss. Das ist nicht gut», sagt er. Gerade fürs Playoff strebe er Besserung an, er wolle ruhiger auf Situationen reagieren, sagt er.

Morgen Abend wwird der SCL einem wichtigen Test im Hinblick auf das Playoff unterzogen. Mit Olten empfangen sie das offensiv stärkste Team der Liga. Bei 178 Torerfolgen haben die Solothurner 26-mal mehr gejubelt als Kloten, das zweiterfolgreichste Team.

Langenthaler Tagblatt

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