Köniz ist dran – und verliert doch deutlich

Wiler-Ersigen siegt im Unihockey-Derby 7:2 und zieht in den Cupviertelfinal ein.

Wiler bejubelt den Viertelfinaleinzug.

Wiler bejubelt den Viertelfinaleinzug.

(Bild: Stefan Wermuth)

Wiler-Ersigen steht im Viertelfinal des Schweizer Cups. Nicht ganz ohne Umweg zog der Meister dank einem letztlich klaren 7:2-Erfolg über den Kantonsrivalen in die nächste Runde ein. Das Heimteam musste vorab wegen eines verlorenen Mitteldrittels, in dem erst die Effizienz, dann die Geduld fehlte, in den letzten 20 Minuten sein Spiel wiederfinden und sorgte mit vier Toren für klare Verhältnisse.

7:1 in der Meisterschaft, drei Wochen danach 7:2 im Cup: Das sieht nach zwei ähnlichen Spielen mit klarer Dominanz des SVWE und chancenlosen Könizern aus. Doch abgesehen vom letztlich beinahe identischen Ergebnis unterschieden sich die beiden Partien vollends. Dies lag vor allem an den Gästen. Hatte sich Köniz in der Meisterschaft noch praktisch emotionslos und ziemlich blutleer in die Niederlage gefügt, so waren die Vorstädter diesmal voller Energie.

Jeder gewonnene Zweikampf, jeder Block, jede Offensivaktion wurde von der Gästebank abgefeiert, und auf dem Feld ging man mit eigentlich für Köniz untypischer Aggressivität ans Werk. Dazu liess Trainer Korsman sein Team nur mit zwei Linien starten, um rascher in den Rhythmus zu kommen.

All diese Massnahmen schienen aber nicht zu fruchten, als der SVWE trotzdem nach nur 8 Minuten und einem Doppelschlag 2:0 führte. Denn auch die Gastgeber waren auf den Punkt bereit. Dies zeigte sich beim rasch ausgeführten Freistoss von Savonen, der Dudovic das 1:0 ermöglichte, und bei der gelungenen Kombination über vier Stationen, die Alder mit dem 2:0 veredelte.

Doch Köniz blieb dran, verkürzte und liess sich auch vom psychologisch denkbar unglücklichen 3:1 durch Bürki nur 10 Sekunden vor Drittelsende nicht entmutigen. Mit viel Kampfgeist, dank einem starken Eder und einem nicht eben effizienten Heimteam konnte dann das Mitteldrittel gar ohne Gegentor überstanden werden. Und weil der SVWE die Geduld verlor und ungestüm angriff, konnte Köniz mit einem sauber ausgeführten Konter verkürzen.

Nach Wiederbeginn gelang dem in die erste Formation aufgerückten Hollenstein ein weiteres Verteidiger-Tor zum 4:2, und im einzigen Überzahlspiel für das Heimteam traf mit Väänänen erneut ein Abwehrspieler zur Entscheidung. Der Rest war Formsache für den Meister.

pd

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