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Köniz antwortet im Kampfmodus

Nach einer 5:10-Heimniederlage im zweiten Playoff-Spiel gegen Wiler-Ersigen vermochte Meister Köniz im dritten Spiel zu reagieren und gewann 5:4. Somit steht es in der Serie 2:1 für Wiler-Ersigen.

Der Könizer Tuomas Iiskola (Nummer 92) beschäftigt die Abwehr von Wiler-Ersigen. Foto: Manuel Zingg
Der Könizer Tuomas Iiskola (Nummer 92) beschäftigt die Abwehr von Wiler-Ersigen. Foto: Manuel Zingg

Wahre Champions stehen auch nach heftigen Niederlagen immer wieder auf. Am Samstagabend stand Meister Floorball Köniz nach der zweiten Halbfinalpartie im Playoff gegen Wiler-Ersigen noch mit dem Rücken zur Wand. 5:10 verloren die Berner Vorstädter ihr Heimspiel, gerieten durch ihren uninspirierten Auftritt in der Serie mit 0:2 ins Hintertreffen.

Keine 24 Stunden später sah die Lage für die Könizer temporär sogar noch ein wenig düsterer aus: Auch im dritten Vergleich der beiden Berner Spitzenclubs hatte Wiler-Ersigen den deutlich besseren Start erwischt. In der 33. Minute erhöhte der Finne Miro Lethinen mit einem satten Fernschuss auf 3:1 für die Unteremmentaler.

Erneut schienen das Feuer und der Biss bei den Könizern zu fehlen, um den vor Selbstvertrauen strotzenden Rekordmeister Wiler-Ersigen zu bedrängen. Doch im Unihockey kehrt das Momentum teilweise in wenigen Sekunden.

Zwei Tore in einer Minute

Und so begannen sich die Könizer so richtig reinzuhängen, als ihnen die Felle davonzuschwimmen drohten. Sie erzielten binnen einer Minute zwei Treffer zum 3:3-Ausgleich, und plötzlich stimmten die Körpersprache und die Einstellung. Die Könizer kämpften nun um jeden Ball mit Leidenschaft. Die Spieler auf der Bank übertrugen ihre Emotionen auf die Akteure auf dem Feld, indem sie fortan jede gelungene Aktion feierten.

«Dieser Kampf und diese Emotionen. Es ist genau das, was uns in den ersten beiden Spielen noch gefehlt hatte», sagte der Könizer Nationaltorhüter Patrick Eder nach der Partie. «Wir wussten ganz genau und hatten das vor dem dritten Spiel auch besprochen, dass wir unbedingt in eine Art Kampfmodus kommen müssen, um Wiler-Ersigen wehzutun», erklärte Eder.

Gesagt, getan: Jens Alder brachte den Meister in der 44. Minute 4:3 in Führung, und auch Jan Bürkis Ausgleich kurz danach vermochte die Könizer, die nun ihre stärksten Spieler forcierten, nicht zu brechen. Der omnipräsente Jan Zaugg buchte nach 50 Minuten das 5:4 für die Gäste. Es sollte der letzte Treffer in einer ab Spielhälfte ungemein spannenden Partie bleiben, weil Köniz danach in der Defensive alles in die Waagschale warf und den aus psychologischer Sicht wichtigen Sieg über die Runden brachte.

«Ob es 0:3 oder 1:2 in der Serie steht, ist halt schon ein riesiger Unterschied. Es ist das Schöne am Playoff, dass nun für uns wieder alles möglich ist», meinte Goalie Eder. Köniz rappelte sich im dritten Spiel gerade noch rechtzeitig auf, damit die Halbfinalserie zwischen den Berner Topteams spannend bleibt.

Wiler-Ersigen - Köniz 4:5 (1:1, 2:2, 1:2)

756 Zuschauer. – Tore: 2. Iiskola (Zaugg) 0:1. 14. Mutter (Affolter) 1:1. 21. D. Alder (Louis) 2:1. 32. Lehtinen (Väänänen) 3:1. 34. Zaugg (Iiskola) 3:2. 35. Hutzli (Ledergerber) 3:3.44. J. Alder (Bolliger) 3:4. 46. Bürki (Wittwer) 4:4. 50. Zaugg (Michel) 4:5.

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