Jetzt will Gerber aufsteigen

Eishockey Heute startet Lyss gegen Vallée-de-Joux in die Playoff-Viertelfinals der 1. Liga. Das Ziel ist der Meistertitel.

Florin Gerber will den SC Lyss in Richtung Swiss Regio League führen.

Florin Gerber will den SC Lyss in Richtung Swiss Regio League führen.

(Bild: Iris Andermatt)

Als 2017 mit der Swiss Regio League eine überregionale höchste Amateurliga geschaffen wurde, war Florin Gerber darüber nicht erfreut. Der Captain des SC Lyss vertrat damit die gleiche Meinung wie die Vereinsführung. Zu gross würde der Aufwand für die Amateurspieler sein, wenn sie in der ganzen Schweiz Spiele bestreiten müssten. Die Seeländer entschieden sich zum Verbleib in der 1. Liga.

Zwei Jahre später denken Gerber und die Clubleitung anders. Der sportliche Anreiz, in der besten Schweizer Spielklasse unterhalb des Profibereichs mitzutun, ist gross. Und die Situation in der 1. Liga hat sich verändert, die Berner Teams spielen mittlerweile in der Westschweizer Gruppe und fahren auch in dieser Liga nach Genf und ins Oberwallis. Gerber wiederum hat in der Zwischenzeit ein Vollzeitstudium in Garten- und Landschaftsbau aufgenommen; er ist zeitlich flexibler, als er das als Berufstätiger gewesen war.

Auf Kurs

Die erste Hürde auf dem Weg in die Swiss Regio League stellt für Lyss Vallée-de-Joux dar. Mit dem Team aus dem Waadtländer Jura duelliert sich das Team von Trainer Patrick Glanzmann im Viertelfinal der Westgruppe (best of 5), der heute Dienstag für Lyss mit einem Heimspiel beginnt.

Gegen Vallée-de-Joux haben die Seeländer in der Qualifikation eine Niederlage einstecken müssen, Trainer Beat Kindler kennt zudem Lyss bestens. «Der Gegner spielt keine Rolle», beurteilt Gerber die Ausgangslage. «Wenn wir unser Spiel durchziehen, können wir jeden Gegner dominieren», sagt der 26-jährige Stürmer. Gerber will Spiel für Spiel, Serie für Serie nehmen: Mit Bruno Blatter kehrt der andere Topskorer des Teams nach einer Schnittverletzung bald zurück. «Wir wollen Meister werden», sagt er unmissverständlich.

Die Playoff-Sieger aus der Ost- und der Westgruppe spielen den Titelgewinner aus; wer den Pokal in die Höhe stemmt, kann aufsteigen. Mit anderen Szenarien will sich der Lysser Angreifer noch nicht beschäftigen. Etwa, dass es zwei Aufsteiger gibt, wenn in der Swiss Regio League Sierre, Valais Chablais oder Basel die Promotion in die Swiss League schaffen. Oder der 1.-Liga-Meister nicht aufsteigen will und andere Teams nachrücken können. «Das alles ist aktuell unwichtig», sagt er.

Berner Zeitung

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