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Im Kampfmodus

In den verbleibenden sechs Qualifikationsspielen steht Wacker unter Druck. Der Meisterbenötigt wohl eine kleine Siegesserie, damit er an der Finalrunde teilnehmen kann.

Langt ordentlich zu: Stefan Huwyler.
Langt ordentlich zu: Stefan Huwyler.
Christian Pfander

Es ist kalt geworden draussen, und die Handballer rücken näher zusammen. Der BSV Bern verlor kürzlich überraschend in Gossau, und urplötzlich gehört er zu jenen Teams, deren Platz in den Top 6 gefährdet ist. Das auf Rang 7 klassierte Kriens trennen bloss vier Verlustpunkte von Leader Schaffhausen.

Die Liga ist spannend, die Clubs liegen nahe beieinander, selbst das gemeinsam mit den Kadetten an der Spitze stehende und zuletzt viermal siegreiche St. Gallen darf sich der Teilnahme an der Finalrunde nicht sicher sein. Den Ostschweizern steht ein anspruchsvolles Restprogramm bevor, vier ihrer letzten fünf Partien werden sie in der Fremde bestreiten.

Mitten im Pulk befindet sich Wacker. Und so ist das Auswärtsspiel vom Sonntag gegen den biederen Aufsteiger Basel auf einmal eine zentrale Begegnung für den Meister. Im Grunde darf er sie nicht verlieren. Tut er es dennoch, wird er wohl entweder in Schaffhausen oder im abschliessenden Match daheim gegen den BSV punkten müssen. Die wichtigste Partie im Hinblick auf eine Finalrundenqualifikation steigt für die Berner Oberländer am Sonntag, 2. Dezember, in Aarau gegen Suhr. Die Mannschaft um den Ex-Thuner Nikola Isailovic weist zwei Zähler weniger, aber das bessere Torverhältnis auf.

Kleine Siegesserie notwendig

Eine kleine Siegesserie also benötigt der Champions-League-Teilnehmer, konkret muss er nun Basel, am Mittwoch GC und später eben Suhr schlagen, damit er nicht in noch grössere Schwierigkeiten gerät. Martin Rubin ist sich der Brisanz der Lage bewusst, und der Coach sagt, er habe Respekt vor der Aufgabe.

Den Gang in die Abstiegsrunde antreten muss, wer sich nach der Qualifikation nicht unter den ersten sechs befindet. Wacker verpasste das Kräftemessen der Topteams zuletzt 2009/2010. Um den Ligaerhalt bangen müssen die Thuner in jedem Fall nicht, dazu haben sie einen zu grossen Vorsprung auf Gossau, Basel und GC, und vor allen Dingen sind sie viel zu gut, als dass sie sich diesbezüglich sorgen müssten.

Die Teilnahme am Playoff ist kurioserweise gleichfalls nicht in Gefahr, weil da acht Clubs dabei sein werden. Ein mittelgrosses Desaster wäre das Fehlen in der Finalrunde für die Berner Oberländer dennoch. Die Partien stiessen kaum auf Interesse, statt vor 1200 würde der Meister vor 400, 500 Leuten spielen. Und entsprechend niedrige Einnahmen generieren.

Dähler, Raemy vor Rückkehr

Rubin sagt, wie sich das Team zuletzt gegen Wisla Plock verkauft habe, das mache ihm Mut. Bewegung ohne Ball, die Bereitschaft, auch Widerstand zu leisten, wenn die Mannschaft in Rückstand geraten ist: Diese Dinge hatte der Trainer davor mitunter vermisst. Zuversichtlich stimmen ihn überdies die bevorstehenden Comebacks der genesenen Leistungsträger Nicolas Raemy und Jonas Dähler. Möglicherweise können die Linkshänder am Mittwoch wieder mittun. Und mit der Rückkehr der beiden Nationalspieler sind die Thuner noch weiter entfernt von einem Team, das in die Abstiegsrunde gehört.

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