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Hiobsbotschaft: Thuner Topskorer erleidet Kreuzbandriss

David Simek hat sich während der WM-Qualifikation einen Kreuzbandriss zugezogen.Der Topskorer dürfte dem UHC Thun damit in der wichtigsten Phase der Saison fehlen.

Marco Spycher
Hiobsbotschaft für David Simek und den UHC Thun: Der Topskorer hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen. Foto: Markus Grunder
Hiobsbotschaft für David Simek und den UHC Thun: Der Topskorer hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen. Foto: Markus Grunder

Es passiert Ende Januar. Als David Simek in der WM-Qualifikation mit der tschechischen Nationalmannschaft unterwegs ist, verletzt er sich. Am vergangenen Mittwoch kehrt der Stürmer vom UHC Thun zurück ins Berner Oberland, wo er am selben Tag ins Spital geht, weitere Untersuchungen machen lässt. Die Verantwortlichen des Clubs reden anschliessend von einer Knieverletzung, genauer wollen und können sie sich vorerst nicht äussern. Bis zum Montag. Denn da verkündet der UHC Thun die Hiobsbotschaft: Der Topskorer hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen.

Damit fehlt Simek im letzten Spiel der Qualifikation gegen die Tigers Langnau, anschliessend im Playout, und – wenn er keine Wunderheilung erlebt – auch in den allfälligen Auf-/Abstiegsspielen von Mitte April. Dann, wenn es für den UHC Thun darum gehen dürfte, den Ligaerhalt sicherzustellen. Trainer Hans-Roland Meyer sagt: «Ich hoffe natürlich, dass es gar nicht so weit kommt, wir uns bereits im Playout durchsetzen können.» Doch auch er weiss, dass dies durch den Ausfall Simeks noch etwas schwieriger geworden ist, als es dies ohnehin schon gewesen wäre.

60 Punkte in 46 Spielen

Meyer bezeichnet Simek als wichtigen Faktor im Thuner Spiel, als Skorer, wie es ihn in der Schweiz nicht oft gibt, als Vorzeigekämpfer, der sich nie zu schade ist, alles für das Team zu geben. Natürlich hält er mit Enttäuschung fest: «Er fehlt uns im Moment schon.» Als Meyer von Simek den Anruf bekam, mit dem er ihm mitteilte, dass er sich verletzt habe, fühlte Meyer eine Leere in sich.

Er dachte sich: «Jetzt kommt das noch.» Der Trainer spricht von einer Saison, in der vieles schieflaufe. Er beginnt aufzuzählen: die Gehirnerschütterung des erfahrenen Jürg Götti, der in dieser Spielzeit nicht zurückkommen wird, die Verletzung vom mittlerweile genesenen Michael Fankhauser, dem erfahrensten Akteur im jungen Ensemble des Tabellenletzten, und Spiele, die oft gegen Thun gelaufen sind. Und nun also der Kreuzbandriss von Simek.

Der Tscheche, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, ist im Sommer 2018 von seinem Jugendteam, den Bohemians, nach Thun gewechselt, spricht mittlerweile Deutsch, hat sich sofort gut integriert, ist seit seinem Wechsel der beste Thuner Skorer. Oder um das Ganze in Zahlen auszudrücken: 46 Spiele, 60 Punkte, davon 41 Tore und 19 Assists.

Die Jetzigen sollen es richten

Simek also auf die Schnelle ersetzen? Keine Chance. Und der Tabellenletzte hätte auch gar nicht die Möglichkeit dazu. Das Transferfenster ist geschlossen, lediglich Spieler, die längere Zeit keine Lizenz besessen haben, könnten reaktiviert werden. Dies sei allerdings keine Option, sagt Meyer. «Wir arbeiten mit dem Kader, welches wir haben. Wir vertrauen auf unsere Spieler und sind überzeugt, dass sie die Lücke füllen können.»

Mithelfen sollen dabei die zwei anderen Tschechen bei den Thunern. Jan Rehor hat seine Klasse schon des Öfteren unter Beweis gestellt, Jakub Mendrek glänzte besonders in der letzten Partie vom Sonntag, als er bei der 4:13-Niederlage gegen Zug United einen Hattrick erzielte. «Sie müssen jetzt halt mehr Verantwortung übernehmen», sagt Meyer.

Und Simek? Diese Woche werde entschieden, wann er mit der Physiotherapie starten darf. Zu Hause strenge er sich bereits jetzt an, forciere sein Comeback, übe mit dem Stock. Für den UHC Thun gilt nun: Abwarten und hoffen, dass sein Topskorer rechtzeitig fit wird – auch wenn die Vorzeichen dafür nicht sonderlich gut stehen.

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