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Gesicht des erfolgreichen Liftings

Der 22-jährige Marco Rentsch hat sich bei Wiler-Ersigen zum Leistungsträger gemausert und passt in die Philosophie des Clubs. Am Samstag (17.00 Uhr in Kirchberg) will er gegen Köniz den Superfinal erreichen.

«Nachwuchs trifft auf Erfolg». Marco Rentsch verkörpert die Philosophie und den Leitsatz bei Rekordmeister Wiler-Ersigen. Er ist jung, talentiert, bescheiden, aber gleichzeitig hungrig, jene Dynastie fortzusetzen, die dem Club seit 2004 elf Meisterpokale beschert hat.

Der 22-Jährige steht auch für das neue Gesicht der Unteremmentaler, das zu Beginn der letzten Saison einem Lifting unterzogen wurde. Bewusst verjüngten die Verantwortlichen des SVWE die Equipe, stellten ausgewählten Routiniers und Führungsspielern wie Matthias Hofbauer (37), Tatu Väänänen (35), Joel Krähenbühl (33) oder Dave Wittwer (31) eine Horde junger, begabter Kerle zur Seite, die ihre Sporen im Idealfall bereits im eigenen Nachwuchs abverdient hatten.

Die Rechnung ging auf, weil die Mischung so gut stimmt. Schon in der letzten Spielzeit erreichte das neu formierte Team den Superfinal, der gegen Floorball Köniz jedoch verloren ging. Nun deutet einiges darauf hin, dass Wiler am 27. April in Kloten im finalen Showdown erneut um Meisterehren spielen wird. Die Unteremmentaler führen im Playoff-Halbfinal gegen Köniz mit 3:1 Siegen, das TV-Spiel vom Samstag (17.00 Uhr in Kirchberg) bietet dem Team von Coach Thomas Berger den ersten Matchball.

Auf Rentsch ist Verlass

Marco Rentsch, ein waschechter Emmentaler, hat seinen Anteil am neuerlichen Höhenflug des SVWE. Der in Ranflüh aufgewachsene und wohnhafte Stürmer machte in dieser Saison einen Sprung nach vorne. Er entwickelte sich mit seiner ruhigen Art, seinen schnellen Händen und dem Gespür, gefährliche Situationen auf dem Spielfeld zu antizipieren, zum unverzichtbaren Leistungsträger und Skorer, auf den stets Verlass ist.

Mit 31 Punkten aus 30 Partien hat Rentsch seinen Punkterekord aus der Saison 2016/17 (30 Punkte) bereits übertroffen, zuletzt trug er wegen der verletzungsbedingten Abwesenheit von Deny Känzig sogar das Trikot des Topskorers. «Verein und Vorstand schaffen ein so gutes Klima, dass wir Spieler uns voll auf den Sport konzentrieren und auch persönlich weiterentwickeln können.

Ich fühle mich so wohl, dass ich mich voll entfalten kann», sagt der Milchtechnologe. Als Knirps habe er auch für Eishockey geschwärmt. «Doch meine Eltern machten mir auch das Unihockey schmackhaft», erzählt Rentsch, der seinen Jahrgang 97 als Rückennummer trägt, schmunzelnd.

So trat er im Vorschulalter dem UHT Schüpbach bei, wechselte später in die Juniorenabteilung der Tigers Langnau, ehe ihm als 17-Jährigem die Anfrage des grossen SV Wiler-Ersigen ins Haus flatterte. «Wiler gab mir die Möglichkeit, mit dem NLA-Team zu trainieren. Zudem war der Reiz gross, zu diesem Topclub mit seiner tollen Infrastruktur zu wechseln.» Rentsch fasste – auch von einer Verletzungsmisere im Verein profitierend – schnell Fuss in der Nationalliga A und biss sich in der Elite fest.

«Unvorstellbare Erfahrung»

Mittlerweile absolviert er bereits seine vierte Saison, darf auf dem Spielfeld auch im Verbund mit anderen Talenten in seinem Alter bereits viel Verantwortung übernehmen. «Wir sind auch in der Breite extrem gut besetzt. Das gibt ein gutes Gefühl, das eigene Unihockey auf dem Feld durchzubringen und sich nicht dem Gegner anzupassen», erklärt Rentsch.

Selbstbewusst und zielstrebig verfolgt der sympathische Emmentaler seine Ziele. Sowohl die kurzfristigen als auch die langfristigen: «Wir wollen den Superfinal so schnell wie möglich klarmachen. Diesen Event erleben zu dürfen, ist eine unvorstellbare Erfahrung.»

Zudem hat Rentsch auch die Heim-WM im Jahr 2022 ins Visier genommen. «Die WM als Spieler erleben zu dürfen, wäre etwas Grossartiges.» Bis anhin hat Rentsch noch keine Länderspiele absolviert, was sich künftig aber ändern soll. An Ehrgeiz, Hunger und Talent mangelt es Rentsch nicht. Sonst stünde er auch nicht als Sinnbild des Rekordmeisters Wiler-Ersigen.

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